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Gerold Rachlinger
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Gerold Rachlinger2026-10-27 13:08:562026-10-27 13:08:56Floorball kennt kein Alter: Österreichs Masters wollen 2027 in Italien angreifen!Vier Tage Floorball, vier Tage voller Einsatz und ein gemeinsames Ziel: Österreich international stärker zu machen. Beim gemeinsamen Lehrgang der U19- und U17-Nationalteams in Villach wurde intensiv gearbeitet – während andere die Sommerpause genießen, investieren Österreichs Nachwuchstalente in ihre Entwicklung.
U19: Der letzte Feinschliff vor Estland
Für das österreichische U19-Herren-Nationalteam geht es in die entscheidende Phase. Anfang September wartet in Estland die WM-Qualifikation – und damit eine große sportliche Herausforderung.
In Villach stand deshalb bereits der letzte Feinschliff im Mittelpunkt. Vier intensive Tage wurden genutzt, um an den Details zu arbeiten, Abläufe zu festigen und das Team bestmöglich auf die bevorstehenden internationalen Aufgaben vorzubereiten.
Eines ist allen Beteiligten bewusst: Diese Qualifikation wird alles andere als einfach.
Die Gegner sind stark, das internationale Niveau hoch. Österreich wird viel investieren müssen, wenn der Traum von der Qualifikation Realität werden soll. Genau deshalb zählen jetzt Konzentration, Konsequenz und die Bereitschaft, für das gemeinsame Ziel noch einmal zusätzliche Schritte zu gehen.
Das Team zeigte in Villach, dass es bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen. Jetzt gilt es, die verbleibende Zeit optimal zu nutzen und Anfang September mit voller Energie nach Estland zu reisen.
U17: Heute investieren, um morgen international bestehen zu können
Während bei der U19 bereits die unmittelbare Vorbereitung auf einen internationalen Bewerb läuft, wird im U17-Nationalteam weiter konsequent an der Zukunft gearbeitet.
Das Trainerteam setzt alles daran, insbesondere die Jahrgänge 2010 und 2011 Schritt für Schritt an internationales Niveau heranzuführen. Technik, Spielverständnis, Geschwindigkeit und Entscheidungsfindung müssen weiterentwickelt werden – ebenso wie die körperlichen und mentalen Voraussetzungen, die international notwendig sind.
In Villach gab es dabei auch eine Premiere: Erstmals konnten Spieler des Jahrgangs 2012 Nationalteamluft schnuppern.
Für die jungen Talente war das eine wertvolle Gelegenheit, früh zu erleben, welche Anforderungen auf Nationalteamniveau gestellt werden. Gleichzeitig gilt es, realistisch zu bleiben: Für diese Spieler liegt noch ein weiter Weg vor ihnen.
Doch genau darum geht es. Internationales Niveau entsteht nicht innerhalb weniger Wochen. Es ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit, vieler Trainingseinheiten und der Bereitschaft, kontinuierlich an sich selbst zu arbeiten.
Wer besser werden will, kann nicht drei Monate Pause machen
Der Lehrgang in Villach unterstreicht gleichzeitig einen Punkt, der für die Entwicklung des österreichischen Floorballs entscheidend ist: Auch der Sommer muss für sportliche Entwicklung genutzt werden.
Gerade junge Spielerinnen und Spieler sind hungrig auf Floorball. Sie wollen trainieren, spielen und besser werden. Veranstaltungen und Trainingsmöglichkeiten im Juni, Juli und August sind deshalb keine lästige Ergänzung des Kalenders, sondern ein wichtiger Bestandteil einer nachhaltigen Leistungsentwicklung.
Zwei oder sogar drei Monate nahezu ohne Floorballtraining bedeuten gerade im Nachwuchsbereich einen erheblichen Verlust an wertvoller Entwicklungszeit.
ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger wünscht sich deshalb auch über den Nachwuchs hinaus ein Umdenken:
„Unsere jungen Spieler sind hungrig und wollen Floorball spielen. Zwei oder drei Monate ohne Training bringen uns nicht weiter. Auch im Erwachsenenbereich würde ich mir im Sommer deutlich mehr Einsatz wünschen. Das ist für mich vor allem eine Mentalitätsfrage.“
Dabei gehe es nicht ausschließlich um die klassischen Sommerferien.
„Sobald Ferien oder Feiertage im Kalender auftauchen, wird Training schnell zur Nebensache. Sommerferien, Weihnachten, Ostern, Herbstferien, Semesterferien, Muttertag oder die Zwickeltage im Mai – in Österreich findet man immer einen Grund, etwas nicht zu machen. Das ist kein reines Floorball-Problem. Wenn wir uns sportlich weiterentwickeln wollen, müssen wir aber genau an dieser Einstellung arbeiten.“
Internationale Entwicklung braucht Konsequenz
Wer den Abstand zu den führenden Floorball-Nationen verkleinern möchte, muss bereit sein, langfristig zu investieren. Dazu gehören gute Trainerinnen und Trainer, bessere Trainingsbedingungen und mehr internationale Spiele – aber eben auch mehr qualitativ hochwertige Trainingszeit über das gesamte Jahr hinweg.
Der Lehrgang in Villach hat gezeigt, dass die Bereitschaft dazu vorhanden ist.
Für die U19 geht es jetzt um den unmittelbaren sportlichen Erfolg und eine schwierige WM-Qualifikation in Estland. Für die U17 geht es um einen längerfristigen Entwicklungsprozess und darum, die nächsten Jahrgänge konsequent an die Anforderungen des internationalen Floorballs heranzuführen.
Zwei Teams in unterschiedlichen Entwicklungsphasen – aber mit derselben Botschaft:
Wer international mithalten will, muss bereit sein, mehr zu investieren. Auch dann, wenn im Kalender „Ferien“ steht.
Vier intensive Tage in Villach waren dafür ein weiterer wichtiger Schritt.
























