U19-WM-Qualifikation: Österreich erkämpft 4:4 gegen Slowenien

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Auch im zweiten Spiel der U19-WM-Qualifikation in Estland bleibt Österreich ohne Sieg. Gegen Slowenien zeigt die Mannschaft von Roland Fust jedoch Moral und Kampfgeist und erkämpft sich nach einem spannenden Spiel ein 4:4-Unentschieden.

Nach dem Remis gegen Großbritannien zum Auftakt stand Österreich bereits im zweiten Spiel unter Druck. Ein Sieg gegen Slowenien sollte her, um die Chancen auf einen der beiden Qualifikationsplätze zu wahren. Am Ende musste sich die österreichische U19 mit einem Punkt begnügen – und dennoch zeigte die Mannschaft, dass sie sich noch lange nicht aufgegeben hat.

Schlagabtausch von der ersten Minute

Österreich erwischte den besseren Start. Bereits nach 1:38 Minuten brachte Kim Eriksson die Österreicher nach Vorarbeit von Gian Eichmann mit 1:0 in Führung.

Die Antwort der Slowenen ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur gut zwei Minuten später fiel der Ausgleich zum 1:1. Slowenien drehte die Partie anschließend sogar und ging mit einer 2:1-Führung in die erste Pause.

Österreich blieb dran und kam im zweiten Drittel zurück. Gian Eichmann erzielte in der 25. Minute nach Assist von Tobias Schuh den Treffer zum 2:2. Doch Slowenien schlug erneut zurück und stellte wenig später auf 3:2.

Österreich gibt nicht auf

Im Schlussdrittel entwickelte sich die Partie endgültig zu einem offenen Schlagabtausch. Tobias Schuh sorgte in der 46. Minute nach Vorarbeit von Reitbauer für den neuerlichen Ausgleich zum 3:3.

Slowenien ging danach erneut in Führung. Doch die österreichische Mannschaft bewies Charakter: Elias Kronig traf in der 57. Minute nach Assist von Gian Eichmann zum 4:4.

In der Schlussphase versuchte Österreich noch einmal alles. Ein Timeout bei 59:08 sollte die letzten Sekunden für den entscheidenden Angriff nutzen – der Siegtreffer wollte jedoch nicht mehr gelingen.

Ein Remis gegen den WM-Zwölften

Wie hoch die Qualität und Ausgeglichenheit dieser Qualifikationsgruppe ist, zeigte sich auch im Duell mit Slowenien. Die Slowenen belegten bei der vergangenen U19-Weltmeisterschaft den 12. Platz und gehören damit zu den international erfahrenen Mannschaften im Teilnehmerfeld.

Dass Österreich gegen ein Team dieses Niveaus über 60 Minuten auf Augenhöhe agieren konnte, unterstreicht gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der österreichischen U19. Die WM-Qualifikationsgruppe präsentiert sich ausgesprochen ausgeglichen: Kleine Details entscheiden über Punkte und Siege, und jeder einzelne Punkt kann am Ende den Unterschied zwischen Qualifikation und Ausscheiden bedeuten.

Für Österreich bedeutet das 4:4 einerseits einen weiteren Punktverlust im Kampf um die beiden WM-Tickets, andererseits aber auch die Erkenntnis, dass die Mannschaft gegen starke Gegner mithalten kann.

Ausgeglichene Statistik

Auch die Zahlen spiegeln den engen Spielverlauf wider. Beide Mannschaften kamen auf 21 Torschüsse, beide Torhüter parierten jeweils 17 Schüsse und beendeten die Partie mit einer Fangquote von 80,95 Prozent.

Einen Unterschied gab es bei den Strafminuten: Während Österreich ohne Zeitstrafe blieb, musste Slowenien insgesamt sechs Minuten in Unterzahl spielen. Trotz dieser zusätzlichen Möglichkeiten konnte Österreich daraus keinen entscheidenden Vorteil ziehen.

Noch ist alles möglich

Nach zwei Spielen stehen für Österreich damit zwei Punkte aus zwei Begegnungen zu Buche. Der Weg zur U19-Weltmeisterschaft ist dadurch schwieriger geworden, aber noch nicht vorbei.

Solange eine Qualifikation rechnerisch möglich ist, wird die Mannschaft von Roland Fust alles daransetzen, das große Ziel zu erreichen. Jetzt gilt es, die beiden ersten Spiele abzuhaken, die positiven Aspekte mitzunehmen und in den verbleibenden Begegnungen alles auf dem Feld zu lassen.

Noch ist nichts entschieden. Die österreichische U19 kämpft weiter – Punkt für Punkt, Spiel für Spiel. 🇦🇹🔥

Foto: IFF/FLICKR

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