Roly Fust bleibt Österreich erhalten – Nachwuchsarbeit geht mit Vollgas weiter

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Eine starke Nachricht für den österreichischen Floorball-Nachwuchs: Roly Fust bleibt dem Österreichischen Floorball Verband erhalten. In einem heutigen Gespräch mit ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger bestätigte der Schweizer mit österreichischen Wurzeln, seine Arbeit zumindest bis 2028 fortzusetzen – mit einer Option auf eine Verlängerung bis 2030.

Damit bleibt dem ÖFBV eine Persönlichkeit erhalten, die in den vergangenen Jahren die Entwicklung des österreichischen Nachwuchs-Floorballs entscheidend mitgeprägt hat.

„Wir sind noch nicht am Ziel“

Seit mittlerweile viereinhalb Jahren bringt Roly Fust seine Erfahrung, sein Netzwerk und vor allem seine klare Vorstellung von moderner Nachwuchsarbeit in Österreich ein. Der inzwischen 60-jährige Bündner hat dabei zahlreiche Impulse gesetzt und wesentlich dazu beigetragen, Strukturen im Nachwuchsbereich weiterzuentwickeln.

Die Idee hinter dem heutigen U17-Nationalteam sowie die Entwicklung der regionalen U15-Teams gehen maßgeblich auf seine Arbeit zurück.

Fust sieht dabei noch lange keinen Endpunkt:

„Ich sehe noch viel Potenzial in Österreich und denke, wir sind noch nicht am Ziel. Bis 2028 unterstütze ich den Österreichischen Verband sehr gerne. Wenn es gelingt, die Strukturen nachhaltig zu verbessern, kann ich mir auch vorstellen, bis 2030 zu bleiben.“

Ein Schweizer mit österreichischem Herz

Fust verbindet seine Arbeit beim ÖFBV weiterhin mit zahlreichen Aufgaben in der Schweiz. Unter anderem ist er Head of Sport bei den Kloten-Dietlikon Jets. Der Schweizer Topverein entwickelt sich dabei auch zunehmend zu einer wichtigen Anlaufstelle für österreichische Spieler und Spieler mit österreichisch-schweizerischem Hintergrund.

Dieses Netzwerk ist für den österreichischen Floorball von großem Wert. Gleichzeitig bringt Fust seine Erfahrungen aus dem Schweizer Nachwuchs- und Leistungssport direkt in die österreichische Entwicklung ein.

„Einen Mann wie Roly Fust im österreichischen Verband zu haben, ist keine Selbstverständlichkeit“, betont ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger. „Wir schätzen seinen Input enorm. Roly treibt uns an und fordert uns. Er bringt eine unglaubliche Professionalität mit und zeigt immer wieder auf, wo wir uns weiterentwickeln können.“

Dabei sieht Rachlinger auch weiterhin eine gemeinsame Aufgabe:

„Leider konnten wir noch nicht alle Vereine zur Mitarbeit bewegen. Aber jeder Spieler der Jahrgänge 2004 bis 2011, der einmal an einem Lehrgang mit Roly teilgenommen hat, erkennt sofort, welche Professionalität und Intensität er in seine Arbeit einbringt. Genau diese Standards wollen wir weiter in Österreich etablieren.“

Acht Camps bis zur nächsten U19-Qualifikation

Dass es Fust nicht nur um langfristige Visionen geht, zeigt der bereits besprochene nächste Entwicklungsschritt.

Bis zur nächsten U19-Weltmeisterschafts-Qualifikation im September 2027 soll die Nachwuchsarbeit nochmals deutlich intensiviert werden. Für die U17- und U19-Nationalteams sind insgesamt acht Camps vorgesehen.

Mehr gemeinsame Trainingszeit, höhere Intensität und eine konsequente Vorbereitung sollen dafür sorgen, dass die österreichischen Nachwuchsnationalspieler noch besser auf internationalem Niveau bestehen können.

Fust sieht dabei eine der größten Herausforderungen aktuell im heimischen Spielbetrieb:

„Wir sehen, wie hungrig die Spieler sind. Leider haben wir in den Jugendligen in Österreich noch nicht das ausreichende Niveau und viel zu wenig Spiele, um die Nachwuchsnationalspieler das ganze Jahr über zu fordern.“

Genau hier setzt die weitere Arbeit an: mehr Qualität, mehr Intensität, mehr internationale Erfahrung und bessere Rahmenbedingungen für Österreichs Talente.

Der Weg ist noch nicht zu Ende

Die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Roly Fust ist damit weit mehr als eine personelle Entscheidung. Sie ist ein klares Signal für die österreichische Nachwuchsstrategie.

Die kommenden Jahre sollen genutzt werden, um die bestehenden Strukturen weiterzuentwickeln, die Zusammenarbeit mit den Vereinen zu intensivieren und jungen österreichischen Spielern regelmäßig die Möglichkeit zu geben, sich auf höchstem Niveau zu messen.

Roly Fust bleibt – und der österreichische Nachwuchs geht weiter mit voller Energie nach vorne.

Der nächste Meilenstein ist bereits gesetzt: acht Camps bis zur U19-Qualifikation 2027.

Der Weg ist noch lang. Das Potenzial ist groß. Und der Hunger ist da.

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