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Gerold Rachlinger
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Gerold Rachlinger2026-11-06 11:17:542026-11-06 11:19:04IFL: Wien gegen Kärnten – ein Wochenende voller Brisanz und Emotionen!Österreichs U19-Nationalteam beendet die WM-Qualifikation in Estland mit einem überzeugenden 6:2-Erfolg gegen die Ukraine. Nur einen Tag nach der bitteren Niederlage gegen Gastgeber Estland und dem damit verbundenen Ausscheiden zeigte die Mannschaft große Moral, Charakter und Teamspirit und verabschiedete sich mit einem starken Auftritt aus der Qualifikation.
Es sind die wohl schwierigsten Spiele für eine Mannschaft: Der Traum von der Weltmeisterschaft ist geplatzt, die Enttäuschung sitzt tief – und trotzdem muss am nächsten Tag noch einmal alles mobilisiert werden.
Genau diese Situation wartete auf Österreich im abschließenden Spiel gegen die Ukraine.
Doch die österreichische U19 bewies eindrucksvoll, dass sie auch in einem solchen Moment zusammensteht.
Österreich erwischt einen Traumstart
Von Beginn an präsentierte sich Österreich konzentriert und entschlossen. Bereits in der 10. Minute brachte Florian Achernig die Österreicher nach Vorlage von Reichel mit 1:0 in Führung.
Nur 38 Sekunden später folgte der nächste Treffer: Fabian Nussbaumer erhöhte nach Zuspiel von Kern auf 2:0.
Österreich hatte damit früh eine komfortable Führung herausgespielt und gleichzeitig die Ukraine unter Druck gesetzt. Die Mannschaft agierte aufmerksam, gewann wichtige Zweikämpfe und ließ sich auch von der Ausgangslage nicht aus dem Konzept bringen.
Mit Ruhe und Konsequenz zum 3:0
Auch im zweiten Drittel blieb Österreich konsequent.
In der 29. Minute erhöhte Filip Eichmann nach Vorlage von Eriksson auf 3:0. Die Österreicher hatten damit den Grundstein für einen erfolgreichen Abschluss gelegt.
Die Ukraine kam im dritten Drittel allerdings zurück und verkürzte in der 33. Minute durch Lukian Pelekh auf 1:3.
Doch Österreich zeigte genau jene Moral, die das Team bereits während der gesamten Qualifikation ausgezeichnet hatte.
Österreich lässt sich nicht mehr aus der Ruhe bringen
In der 43. Minute stellte Tobias Ottensammer nach Vorlage von Nussbaumer den Drei-Tore-Vorsprung wieder her und erhöhte auf 4:1.
Die Ukraine gab sich noch nicht geschlagen und kam in der 56. Minute durch Stanislav Hural auf 2:4 heran.
Doch Österreich antwortete nur wenige Sekunden später.
Felix Farmer traf nach Vorlage von Filip Eichmann zum 5:2 und sorgte damit endgültig für die Vorentscheidung.
Den Schlusspunkt setzte Pius Scharfetter buchstäblich mit der Schlusssirene. Sein Treffer zum 6:2 bei 59:59 war der perfekte Abschluss eines Spiels, in dem Österreich nach der Enttäuschung des Vortages noch einmal alles in die Waagschale geworfen hatte.
Moral und Teamspirit als Antwort
Gerade deshalb ist dieser Sieg besonders wertvoll.
Nur 24 Stunden nach dem verpassten WM-Ticket hätte es leicht passieren können, dass eine Mannschaft die Köpfe hängen lässt. Die österreichische U19 tat genau das Gegenteil.
Sie stand auf. Sie kämpfte. Sie blieb zusammen.
Das letzte Spiel einer Qualifikation, in der das große Ziel bereits nicht mehr erreichbar ist, gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Mannschaftssport. Motivation und Spannung aufrechtzuerhalten, ist in dieser Situation alles andere als selbstverständlich.
Unsere U19 hat diese Herausforderung angenommen und mit einer starken Leistung beantwortet.
Der Blick geht bereits Richtung 2027
Auch wenn Österreich mit dem Sieg die WM-Qualifikation nicht mehr drehen konnte, war das Spiel keineswegs bedeutungslos.
Die Ergebnisse einer Qualifikation haben auch Auswirkungen auf die Weltrangliste und damit auf die Ausgangslage für zukünftige Bewerbe und mögliche Auslosungen. Die nächste U19-WM-Qualifikation soll bereits im Herbst 2027 stattfinden.
Damit beginnt nach dem Schlusspfiff von Jõgeva bereits der Blick nach vorne.
Die Weltmeisterschaft 2027 ist diesmal zwar nicht erreichbar – die Entwicklung der österreichischen U19 geht aber weiter.
Ein Team, auf das man stolz sein kann
Die Mannschaft hat in Estland Höhen und Tiefen erlebt. Sie musste nach einem starken Kampf gegen den Gastgeber die bittere Nachricht des Ausscheidens verkraften und nur einen Tag später erneut antreten.
Die Antwort war ein 6:2-Sieg.
Das sagt viel über den Charakter dieser Mannschaft aus.
Ein großes Kompliment an alle Spieler und das gesamte Betreuerteam für ihren Einsatz, ihren Zusammenhalt und den starken Teamspirit während dieser Qualifikation.
🇦🇹 Kopf hoch, Jungs! Die Reise geht weiter.
Österreich – Ukraine 6:2
Tore Österreich:
09:11 Florian Achernig (Assist: Reichel) – 1:0
09:49 Fabian Nussbaumer (Assist: Kern) – 2:0
28:07 Filip Eichmann (Assist: Eriksson) – 3:0
42:26 Tobias Ottensammer (Assist: Nussbaumer) – 4:1
57:43 Felix Farmer (Assist: Eichmann) – 5:2
59:59 Pius Scharfetter – 6:2
Endstand: 6:2
Statistik:
Torschüsse: Österreich 17 – Ukraine 37
Saves: Österreich 35 – Ukraine 11
Save Percentage: Österreich 94,59 % – Ukraine 64,71 %
Strafminuten: Österreich 0 – Ukraine 4
Zuschauer: 60
Spielort: Jõgeva Spordihoone, Estland























