3 Nations IFL: Die internationale Liga startet in eine neue Saison

Am kommenden Wochenende geht die 3 Nations International Floorball League (IFL) in die neue Saison. Acht Teams aus Österreich, Slowenien und Ungarn kämpfen in den kommenden Monaten um Punkte, Playoff-Plätze – und letztlich um den Titel in einer Liga, die sich zunehmend zu einer wichtigen internationalen Plattform für den Floorballsport in der Region entwickelt.

Die IFL verbindet dabei drei Floorball-Nationen mit unterschiedlichen Entwicklungsstufen und bietet den Vereinen die Möglichkeit, regelmäßig auf internationalem Niveau gegeneinander anzutreten. Gerade diese grenzüberschreitende Struktur macht die Liga zu einem wichtigen Bestandteil der sportlichen Entwicklung der beteiligten Vereine und Spieler.

Titelverteidiger WFV führt österreichisches Aufgebot an

Aus österreichischer Sicht geht der WFV als Titelverteidiger in die neue Saison. Der Wiener Verein schrieb im vergangenen Jahr IFL-Geschichte und wurde zum ersten österreichischen Team, das den Titel gewinnen konnte. Entsprechend groß ist die Herausforderung, diese Position nun zu bestätigen.

Auch der VSV Unihockey zählt nach dem Gewinn der österreichischen Meisterschaft zum Kreis jener Mannschaften, die um die vorderen Plätze kämpfen wollen. Mit dem KAC Floorball kommt ein weiteres österreichisches Team mit klaren Ambitionen hinzu. Die Klagenfurter wollen mit zusätzlicher finnischer Erfahrung den Sprung in die Top 4 schaffen.

Die FBC Dragons gehen ebenfalls mit einem klaren Ziel in die Saison: Der Abstand zu den Topteams soll weiter reduziert werden. Damit verspricht die österreichische Beteiligung erneut viel sportliche Breite und unterschiedliche Zielsetzungen.

Starke Konkurrenz aus Slowenien

Aus Slowenien kommen mit Skofja Loka und FBC Borovnica zwei Teams mit viel internationaler Erfahrung.

Skofja Loka prägte die IFL in den vergangenen Jahren maßgeblich und gehörte lange zu den erfolgreichsten Mannschaften der Liga. In der vergangenen Saison verpasste der Serienmeister allerdings erstmals den Einzug ins Final 4. Entsprechend groß dürfte die Motivation sein, wieder an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Mit FBC Borovnica wartet gleichzeitig ein Team, das in der neuen Saison zu den Titelkandidaten gezählt wird. Die slowenischen Mannschaften werden damit auch heuer ein wesentlicher Faktor im Kampf um die Spitzenplätze sein.

Ungarn mit zwei unterschiedlichen Ausgangslagen

Ungarn ist durch Phoenix Fireball und Cartoon Heroes vertreten.

Phoenix Fireball gehört zu den etablierten ungarischen Topteams und möchte auch in dieser Saison eine Rolle im Spitzenfeld der IFL spielen.

Für Cartoon Heroes geht es hingegen darum, eine schwierige Serie zu beenden. In den vergangenen 34 IFL-Spielen gelangen dem Team lediglich zwei Siege. Der Blick richtet sich daher klar nach vorne: Mit einer verbesserten Saison soll der Anschluss an die Konkurrenz hergestellt und der letzte Tabellenplatz verlassen werden.

Neue Playoff-Struktur bringt zusätzliche Spannung

Eine wesentliche Neuerung gibt es in dieser Saison auch im Modus der IFL. Das bisherige Final 4 wird abgeschafft. Stattdessen wird nach dem Grunddurchgang ein Playoff-System gespielt.

Die beiden bestplatzierten Teams der regulären Saison erhalten dabei einen direkten Platz im Halbfinale. Die Mannschaften auf den Rängen drei bis sechs kämpfen zunächst in den Play-In-Spielen um die beiden weiteren Halbfinalplätze.

Damit wird der Grunddurchgang noch wichtiger. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Entscheidungsspiele, in denen es um den Einzug in die nächste Runde geht.

Die Halbfinalserien werden anschließend über mehrere Spiele entschieden. Auch das Finale sowie die Serie um Platz drei werden als Mehrspielserien ausgetragen.

Mehr Playoff-Spiele, mehr direkte Duelle und mehr Entscheidungen auf höchstem Niveau: Mit der neuen Struktur soll die IFL für Spieler, Fans und Partner noch attraktiver werden.

Die IFL vor wichtigen Entwicklungsjahren

Die kommende Saison ist auch für die Liga insgesamt von Bedeutung. Die IFL steht vor der Aufgabe, ihre sportliche und organisatorische Entwicklung weiter voranzutreiben.

„Die IFL steht vor entscheidenden Jahren. Österreich hat sich in den vergangenen Jahren strukturell weiterentwickelt. Gleichzeitig müssen auch der ungarische und der slowenische Verband ihre Strukturen weiter ausbauen, wenn wir die Entwicklung der Liga gemeinsam vorantreiben wollen“, erklärt ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger.

Dabei gehe es nicht nur um die sportliche Qualität, sondern auch um die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Vermarktung und die Attraktivität für Zuschauer und Sponsoren.

„Wir müssen eine Liga entwickeln, die für alle drei Nationen langfristig einen Mehrwert bietet. Es kann nicht dauerhaft funktionieren, dass ein großer Teil der organisatorischen und strukturellen Verantwortung bei Österreich landet. Die IFL kann nur dann nachhaltig wachsen, wenn alle beteiligten Verbände und Vereine ihren Beitrag leisten“, so Rachlinger weiter.

Gerade die neue Playoff-Struktur soll dazu beitragen, die Zahl der attraktiven Topspiele zu erhöhen und damit zusätzliche Anreize für Zuschauer, Medien und Sponsoren zu schaffen.

Internationaler Floorball mit österreichischer Beteiligung

Mit acht Teams aus drei Nationen bietet die 3 Nations IFL auch in der Saison 2026/27 eine besondere Plattform für internationalen Vereinsfloorball. Unterschiedliche Spielsysteme, sportliche Kulturen und Vereinsstrukturen treffen aufeinander – und sorgen für regelmäßige internationale Herausforderungen.

Der Weg zum IFL-Titel führt damit auch in dieser Saison über eine lange und anspruchsvolle reguläre Saison. Für die österreichischen Teams beginnt die Reise in den kommenden Wochen – der internationale Wettbewerb ist bereits am ersten Wochenende eröffnet.

Die 3 Nations IFL ist zurück. Und mit dem neuen Playoff-Modus wartet auf die Teams eine Saison mit noch mehr Spielen, mehr Entscheidungen und noch mehr internationalem Floorball.

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