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Gerold Rachlinger
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Gerold Rachlinger2026-05-12 09:07:372026-05-12 09:07:37ÖFBV sucht Team Manager:innen für Herren- und Damen Nationalteam – Werde Teil des österreichischen Floorball-NationalteamsDie U19 Floorball Weltmeisterschaft der Damen an der italienischen Adriaküste ist Geschichte – und sie hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie rasant sich der internationale Floorball entwickelt. In den Spielorten Lignano und Latisana erlebten Spielerinnen, Trainer:innen und Zuschauer:innen eine hochklassige Weltmeisterschaft mit großartiger Stimmung, intensiven Spielen und einem Veranstalter, der international Maßstäbe setzte.
Im Finale setzte sich Finnland in einem dramatischen Endspiel nach Verlängerung die Krone auf und sicherte sich den Weltmeistertitel. Die nordischen Topnationen präsentierten sich erneut auf einem außergewöhnlich hohen Niveau. Vor allem das enorme Spieltempo, die Härte in den Zweikämpfen und die taktische Qualität machten deutlich, wie weit die absolute Weltspitze mittlerweile entwickelt ist.
Auch Gastgeber Italien überzeugte auf ganzer Linie. Die Organisation der Weltmeisterschaft wurde von vielen Nationen gelobt. Moderne Spielstätten, professionelle Abläufe und eine emotionale Atmosphäre machten das Turnier zu einem echten Floorball-Fest an der Adriaküste. Italien hat sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zu einem hervorragenden Veranstalter internationaler Events entwickelt.
Für den Österreichischen Floorball Verband war die Weltmeisterschaft dennoch auch ein wichtiger Blick in die Zukunft. Österreich war bekanntlich in der Qualifikation gescheitert und konnte diesmal sportlich nicht teilnehmen. Gerade der internationale Vergleich zeigt jedoch deutlich, wie viel Arbeit im österreichischen Nachwuchsbereich noch vor den Spielerinnen und Verantwortlichen liegt.
„Ab Platz elf ist realistisch gesehen vieles möglich. Danach wird der Abstand aber schon deutlich größer“, analysiert ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger nach seinen Eindrücken vor Ort.
Ein starkes Zeichen setzte dabei Deutschland. Der letzte Qualifikationsgegner belegte den hervorragenden 9. Platz und sicherte sich damit bereits vorzeitig die Teilnahme an der nächsten U19 Weltmeisterschaft in der Schweiz. Nationen wie Polen, Italien und Ungarn müssen hingegen erneut den Weg über die Qualifikation gehen. Als weitere mögliche Gegner werden derzeit Estland, Frankreich und die Ukraine erwartet.
Damit wartet auf die österreichischen U19-Damen eine äußerst anspruchsvolle Qualifikation, die bis spätestens Jänner 2027 ausgetragen werden muss. Eine eigene Austragung durch den ÖFBV ist derzeit allerdings kein Thema.
„Die Qualifikation selbst zu veranstalten steht aktuell nicht zur Debatte. Es fehlt an finanziellen Mitteln und vor allem an freiwilligen Helferinnen und Helfern, die uns bei der Organisation unterstützen wollen – nüchtern betrachtet“, erklärt Gerold Rachlinger offen. Als mögliche Austragungsländer gelten derzeit Estland, Italien oder Polen.
Positiv stimmt jedoch der Blick nach vorne. Bereits im Oktober könnte es zu einem internationalen Testspiel gegen Italien in Österreich kommen. Zudem machte sich auch U19-Headcoach Nikita Münch persönlich ein Bild von der Weltmeisterschaft vor Ort.
„Wir werden wieder versuchen, uns zu qualifizieren. Wir werden mit einem guten Kader an den Start gehen“, zeigt sich Münch kämpferisch und erwartungsvoll.
Die Weltmeisterschaft in Italien hat eindrucksvoll gezeigt, wohin sich der internationale Floorball entwickelt – aber auch, welches Potenzial weiterhin im österreichischen Nachwuchs steckt. Der Weg ist anspruchsvoll, doch genau solche Turniere liefern Motivation, Inspiration und wichtige Erkenntnisse für die nächsten Entwicklungsschritte im österreichischen Floorball.



























