Bundesliga Herren startet in eine neue Saison

Bundesliga Herren startet in eine neue Saison

Drei Gruppen, 67 Spiele im Grunddurchgang und ein neuer Play-off-Modus: Die österreichische Herren-Bundesliga startet in die Saison 2026/27. Insgesamt 13 Teams gehen in den drei Gruppen an den Start und sorgen damit für eine der umfangreichsten Bundesliga-Spielzeiten der vergangenen Jahre.

Die Saison bringt dabei nicht nur viele spannende Begegnungen, sondern auch einen weiteren Schritt in der Entwicklung des österreichischen Herren-Floorballs. Vereine aus ganz Österreich arbeiten gemeinsam daran, den Spielbetrieb auszubauen, mehr Begegnungen auf Großfeld zu ermöglichen und die Liga als sportliche Plattform weiter zu stärken.

Drei Gruppen – ein gemeinsames Ziel

Die Bundesliga wird auch heuer in drei Gruppen ausgetragen.

In der Bundesliga IFL treffen mit FBC Dragons, KAC Floorball, Wiener Floorball Verein und C.Hamp VSV Unihockey vier Teams aufeinander, die gleichzeitig international in der 3 Nations IFL antreten. An der Spitze ist ein engeres Rennen zu erwarten – die Abstände zwischen den Teams sollen weiter schrumpfen und versprechen spannende Duelle über die gesamte Saison.

In der Bundesliga West kämpfen die Feldkirch Knights, Alligator Rum, C.Hamp VSV Unihockey 2 und Wikings Zell am See um die vorderen Plätze. Mit Zell am See, VSV 2 und Rum treffen drei Teams aufeinander, die sich Hoffnungen auf die Spitzenplätze machen können.

Die Bundesliga Ost bekommt mit dem ASKÖ UHC Linz einen Rückkehrer in den Osten. Gemeinsam mit WFV 2, FBC Dragons 2, Sokol Wien und Floorballbunnies Wien bildet Linz die Ostgruppe. WFV 2 und Sokol Wien gehen dabei mit Ambitionen auf die vorderen Plätze in die Saison.

Eine Veränderung gibt es auch bei IC Graz, das sich aus dem Großfeld-Spielbetrieb zurückzieht und künftig wieder in der Kleinfeldliga antritt.

Neuer Weg in die Play-offs

Eine der wichtigsten Änderungen betrifft den Weg zur österreichischen Meisterschaft.

Das bisherige Bundesliga Ost-West-Finale wird durch ein Play-off-Viertelfinale ersetzt. Damit sollen die Teams aus allen drei Gruppen wieder stärker miteinander verglichen werden und die besten Mannschaften unabhängig von ihrer regionalen Zuordnung aufeinandertreffen.

„Es war in den vergangenen Jahren immer wieder schwierig, einen geeigneten Ausrichter für das Ost-West-Finale zu finden. Gleichzeitig möchten wir den sportlichen Vergleich zwischen den IFL-Teams und den Mannschaften aus Ost und West wieder stärker herstellen“, erklärt Liga-Chef Timmi Taurer.

Das neue Format ist zunächst auch ein Lernprozess.

„Wir werden sehen, wie deutlich die Viertelfinalserien ausfallen und wie sich das Format bewährt. Nach der Saison werden wir uns ansehen, ob wir diesen Weg beibehalten“, so Taurer.

So viele Spiele wie noch nie

Mit 67 Spielen im Grunddurchgang erreicht die Bundesliga einen neuen Höchststand. Für die Entwicklung der Spieler und Mannschaften ist die steigende Zahl an Begegnungen ein wichtiger Faktor.

„Wir brauchen mehr Spiele, um uns weiterentwickeln zu können. Langsam ziehen auch alle Vereine mit – das ist eine sehr positive Entwicklung“, sagt ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger.

Dabei geht es nicht ausschließlich um die sportliche Weiterentwicklung. Mehr Spiele bedeuten auch mehr Möglichkeiten für Vereine, ihre Heimspiele zu präsentieren, neue Zuschauer zu erreichen und ihre Teams stärker in den Mittelpunkt der eigenen Vereinsarbeit zu stellen.

Gemeinsam für mehr Großfeld-Floorball

Die Entwicklung des Herren-Spielbetriebs ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Für die kommenden Jahre gibt es ein klares Ziel: Weitere zwei bis drei Großfeldteams sollen für den regulären Ligabetrieb gewonnen und nachhaltig aufgebaut werden.

Dabei steht nicht die reine Zahl der Mannschaften im Vordergrund. Neue Teams sollen die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen mitbringen, um dauerhaft am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen zu können.

„Bevor man spielt, müssen aber auch die Vereine organisatorisch bereit sein“, betont Rachlinger. Infrastruktur, Hallenzeiten, Funktionäre, Trainer, Schiedsrichter und eine entsprechende Vereinsstruktur sind wichtige Voraussetzungen für einen nachhaltigen Einstieg in den Großfeld-Spielbetrieb.

Die Bundesliga lebt von ihren Vereinen

Ob IFL-Gruppe, Ost oder West, etabliertes Topteam, ambitionierter Herausforderer oder Rückkehrer: Die Stärke der Bundesliga entsteht aus der Vielfalt ihrer Vereine.

Jeder Verein leistet dabei seinen Beitrag zur Entwicklung des österreichischen Floorballs. Die einen investieren in Nachwuchs und neue Spieler, andere bauen ihre organisatorischen Strukturen aus, entwickeln neue Trainer und Funktionäre oder schaffen bessere Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb.

Genau diese gemeinsame Entwicklung soll auch in der neuen Saison im Mittelpunkt stehen.

13 Teams, 67 Spiele und ein gemeinsames Ziel: den österreichischen Herren-Floorball weiter voranzubringen.

Die Bundesliga 2026/27 steht bereit. 🏑🇦🇹

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