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Gerold Rachlinger
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Gerold Rachlinger2026-10-27 13:08:562026-10-27 13:08:56Floorball kennt kein Alter: Österreichs Masters wollen 2027 in Italien angreifen!Für Österreichs U19-Herren wird es ernst: In der kommenden Woche beginnt in Estland die Qualifikation für die U19-Floorball-Weltmeisterschaft 2027 in Riga, Lettland. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase wartet auf das Team von Head Coach Roly Fust nun der sportliche Höhepunkt des bisherigen gemeinsamen Weges.
Das Ziel der österreichischen Auswahl ist dabei klar definiert: Österreich will sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren.
Eine starke Gruppe wartet auf Österreich
Einfach wird diese Aufgabe keinesfalls. Österreich trifft in der Qualifikation auf Gastgeber Estland, Ungarn, Slowenien, Großbritannien und die Ukraine. Damit wartet eine Gruppe, in der sich die österreichische Mannschaft vom ersten Spiel an auf intensive und richtungsweisende Begegnungen einstellen muss.
Für Österreich ist die Ausgangslage klar: Der sicherste Weg zur Weltmeisterschaft führt über den Turniersieg. Auch der zweite Platz kann noch eine Chance auf das WM-Ticket eröffnen, ist jedoch vom Abschneiden im Vergleich mit der parallel ausgetragenen europäischen Qualifikationsgruppe in Spanien abhängig.
Rechnen, hoffen und auf andere Ergebnisse schauen soll deshalb möglichst vermieden werden. Die Mannschaft möchte ihr Schicksal selbst in der Hand behalten.
Viele Monate Arbeit für eine große Chance
Die Vorbereitung auf die Qualifikation begann nicht erst in den vergangenen Wochen. Über einen längeren Zeitraum wurde intensiv mit dem jungen Kader gearbeitet. Bei Lehrgängen und internationalen Maßnahmen in Villach, Prag, Innsbruck und Lille in Frankreich bekam das Trainerteam immer wieder die Möglichkeit, mit den Spielern an der sportlichen und taktischen Weiterentwicklung zu arbeiten.
Dabei ging es nicht ausschließlich um Systeme, Technik oder physische Leistungsfähigkeit. Eine U19-Nationalmannschaft muss als Gruppe zusammenwachsen, Verantwortung übernehmen und lernen, auch unter internationalem Druck die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Genau in diesen Bereichen war im Laufe der Vorbereitung eine kontinuierliche Entwicklung zu erkennen. Das Team von Roly Fust hat viel Zeit und Energie investiert, um bestmöglich vorbereitet nach Estland zu reisen.
Nun gilt es, diese Entwicklung auf dem Spielfeld sichtbar zu machen.
Ein schwieriger Termin für Österreich
Eine besondere Herausforderung stellt aus österreichischer Sicht der Zeitpunkt der Qualifikation dar. ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger sieht einen internationalen Nachwuchsbewerb Anfang September kritisch.
In Österreich sind während der Sommermonate aufgrund der Schulferien und der damit verbundenen eingeschränkten Verfügbarkeit vieler Sporthallen reguläre Trainingsmöglichkeiten im Nachwuchsbereich teilweise deutlich reduziert. Gerade für einen Hallensport wie Floorball ist das ein wesentlicher Faktor.
Wenn die letzten Bewerbsspiele bereits im Mai stattgefunden haben und zwischen Juli und Anfang September nur eingeschränkt gemeinsam trainiert werden kann, entsteht für die Vorbereitung auf einen internationalen Saisonhöhepunkt eine schwierige Situation.
Rachlinger spricht in diesem Zusammenhang von einem österreichischen „sportlichen Sommerschlaf“, der es gerade Nachwuchsnationalteams schwer macht, Anfang September bereits wieder auf internationalem Topniveau vorbereitet zu sein.
Umso höher ist der Einsatz der Spieler und des Staffs während der vergangenen Monate einzuschätzen. Die Mannschaft hat versucht, die vorhandenen Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen und sich trotz dieser Rahmenbedingungen gezielt auf die Qualifikation vorzubereiten.
Die Bühne gehört jetzt den Spielern
Mit dem Beginn der Qualifikation endet die Zeit der Vorbereitung. Jetzt zählen die Leistungen auf dem Feld.
Bei einem Turnier mit mehreren Spielen innerhalb weniger Tage werden nicht nur spielerische Qualität und taktische Disziplin entscheidend sein. Regeneration, Konzentration, Zusammenhalt und mentale Stärke können ebenso den Unterschied ausmachen. Jeder Zweikampf, jeder Block, jede defensive Entscheidung und jede Torchance kann im Kampf um das WM-Ticket Bedeutung bekommen.
Für die jungen österreichischen Spieler bietet sich gleichzeitig eine große Chance: Sie dürfen ihr Land in einem internationalen Bewerb vertreten und um die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft kämpfen.
Das große Ziel heißt Riga 2027.
Nachwuchs-Floorball weiterhin hinter der Paywall
Bedauerlich bleibt aus Sicht des ÖFBV die Situation bei den Übertragungen. Die Spiele der Qualifikation werden über das Angebot des Internationalen Floorball Verbandes beziehungsweise dessen App verfügbar sein. Der ÖFBV hat wiederholt Kritik daran geäußert, dass internationale Nachwuchsbewerbe nicht generell frei zugänglich übertragen werden.
Gerade im Nachwuchssport wäre eine möglichst niedrige Zugangsschwelle aus Sicht des Verbandes wichtig, um Familien, Vereinen, jungen Spielerinnen und Spielern sowie neuen Fans die Möglichkeit zu geben, internationale Floorball-Bewerbe unkompliziert zu verfolgen.
Der ÖFBV wird seine Position dazu weiterhin klar vertreten.
Österreich drückt die Daumen
Jetzt steht jedoch der Sport im Mittelpunkt.
Hinter der Mannschaft liegen viele Lehrgänge, zahlreiche Trainingseinheiten, internationale Erfahrungen und viel persönliche Zeit, die Spieler, Trainer und Staff in dieses Projekt investiert haben.
Vor ihnen liegt eine anspruchsvolle Qualifikation – und die große Chance, Österreich bei der U19-Weltmeisterschaft 2027 in Riga zu vertreten.
Ganz Floorball-Österreich drückt unseren U19-Jungs die Daumen.
Spielt mutig. Spielt als Mannschaft. Nutzt eure Chance.
Auf geht’s, Österreich – gemeinsam Richtung Riga! 🇦🇹























