Tägliche Bewegungseinheit: Jetzt sind die Vereine am Zug

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Das Schuljahr 2026/27 steht vor der Tür – und für den Österreichischen Floorball Verband soll es ein besonders wichtiges werden. Nach intensiven Vorbereitungen sind die letzten Arbeiten für die Umsetzung der Täglichen Bewegungseinheit (TBE) auf Bundesebene abgeschlossen.

Damit beginnt für den österreichischen Floorball die entscheidende Phase: Jetzt gilt es, die Möglichkeiten der TBE gemeinsam mit unseren Vereinen bestmöglich zu nutzen.

Von der Planung in die Turnsäle

Bereits im Frühjahr hat der ÖFBV über die geplante österreichweite Umsetzung der Täglichen Bewegungseinheit informiert. Das Ziel war von Beginn an klar: Floorball soll verstärkt dorthin gebracht werden, wo besonders viele Kinder erreicht und für Bewegung begeistert werden können – direkt in die Schulen.

Mit Beginn des neuen Schuljahres wird aus den Planungen nun Praxis.

Die TBE bietet unseren Vereinen die Möglichkeit, regelmäßig mit Kindern in Kontakt zu kommen, Floorball professionell zu präsentieren und gleichzeitig nachhaltige Kooperationen mit Schulen aufzubauen. Gerade Volksschulen, Mittelschulen und Unterstufen bieten dafür ein enormes Potenzial.

Floorball bringt dafür hervorragende Voraussetzungen mit: Der Einstieg ist einfach, Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein und bereits nach kurzer Zeit können Kinder miteinander spielen. Viele Ballkontakte, Bewegung, Tore und Teamplay machen unsere Sportart zu einem attraktiven Angebot für den Schulbereich.

Jetzt liegt es an den Vereinen

Die organisatorischen Voraussetzungen auf Verbandsebene sind geschaffen. Nun sind vor allem unsere Mitgliedsvereine gefordert.

Die Tägliche Bewegungseinheit soll nicht einfach als zusätzliches Angebot verstanden werden. Richtig eingesetzt kann sie zu einem wichtigen Baustein der langfristigen Vereins- und Nachwuchsentwicklung werden.

Entscheidend wird sein, was die Vereine aus dieser Möglichkeit machen.

Dazu braucht es vor Ort vor allem ausgebildete Übungsleiter:innen, verlässliche Ansprechpartner:innen und eine sattelfeste Organisation. Wer nicht nur an der TBE teilnehmen, sondern nachhaltig von ihr profitieren möchte, muss die Verbindung zwischen Schule und Verein aktiv herstellen.

Eine erfolgreiche Einheit in einer Schule ist der erste Schritt. Der entscheidende zweite Schritt besteht darin, interessierten Kindern einen möglichst einfachen Weg von der Schule in das Vereinstraining zu ermöglichen.

ÖFBV-Servicestelle für Vereine und Schulen

Damit Vereine und Schulen bei der Umsetzung der Täglichen Bewegungseinheit bestmöglich unterstützt werden, hat der ÖFBV eine eigene Servicestelle für die TBE eingerichtet. Unter tbe@floorball.at steht eine zentrale Anlaufstelle für organisatorische Fragen, Abstimmungen und Anliegen rund um das Projekt zur Verfügung.

Die Projektabwicklung auf Verbandsebene liegt in den Händen von ÖFBV-Präsident Karl Zehetner, der gemeinsam mit seinem Team die Umsetzung koordiniert und die teilnehmenden Vereine begleitet. Das gemeinsame Ziel ist klar: Die vorhandenen Möglichkeiten sollen bestmöglich genutzt und die Vereine dabei unterstützt werden, die TBE erfolgreich und nachhaltig in ihrer Region umzusetzen.

Ausbildung wird zum entscheidenden Faktor

Damit rückt auch die Qualität der Übungsleiter:innen noch stärker in den Mittelpunkt. Kinder, die erstmals mit Floorball in Kontakt kommen, sollen unseren Sport kompetent, altersgerecht und mit Begeisterung vermittelt bekommen.

Für die Vereine bedeutet das gleichzeitig, rechtzeitig ausreichend personelle Ressourcen aufzubauen. Ausbildung und Weiterbildung sind keine Nebenthemen, sondern wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme an der TBE.

Denn mit den zusätzlichen Möglichkeiten wachsen auch die Anforderungen an Organisation und Qualität.

Mehr als eine Schulstunde

Der langfristige Erfolg der TBE wird sich für den Floorball nicht allein daran messen lassen, wie viele Bewegungseinheiten durchgeführt werden.

Entscheidend ist, was daraus entsteht.

Wenn Kinder in der Schule erstmals einen Floorballschläger in die Hand nehmen, Spaß an unserem Sport entwickeln und anschließend den Weg in einen Verein finden, entsteht nachhaltige Nachwuchsarbeit. Gleichzeitig können Vereine neue Kontakte zu Schulen aufbauen, ihre regionale Präsenz erhöhen und Floorball in ihrem unmittelbaren Umfeld stärker verankern.

Schule und Verein müssen deshalb zusammengedacht werden.

Eine große Chance für Floorball in Österreich

Mit dem Schuljahr 2026/27 beginnt für den ÖFBV und seine Mitgliedsvereine eine neue Phase. Die Grundlagen sind geschaffen – jetzt geht es um die Umsetzung.

Die Tägliche Bewegungseinheit kann zu einem wichtigen Motor für die Entwicklung des österreichischen Floorballs werden. Sie eröffnet uns die Möglichkeit, Kinder frühzeitig zu erreichen, Bewegung zu fördern und gleichzeitig die Nachwuchsarbeit unserer Vereine nachhaltig zu stärken.

Dafür braucht es Engagement, Qualität und Verlässlichkeit auf allen Ebenen.

Die Chance ist da. Jetzt liegt es an uns, gemeinsam das Beste für die Schulen, die Kinder, unsere Vereine und den österreichischen Floorballsport daraus zu machen.

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