https://www.floorball.at/wp-content/uploads/2026/02/9ef8d277-4a00-4282-924a-42e6e8d46ee9.jpg
1088
1206
Gerold Rachlinger
https://www.floorball.at/wp-content/uploads/2020/10/Oesterreichischer-Floorball-Verband-1.png
Gerold Rachlinger2026-02-08 22:13:062026-02-08 22:13:06Gemeinsam weitergehen: Nikita Münch und Lukas Utter verlängern als U19-Damen-CoachesDie österreichischen U19-Damen haben die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Lignano (Italien) im Mai hauchdünn verpasst. Trotz eines historischen 12:4-Rekordsieges gegen Frankreich reichte es für das Team von Head Coach Nikita Münch und Co-Trainer Lukas Utter am Ende nicht. Ausschlaggebend war die Tordifferenz – drei Tore fehlten letztlich auf dem Weg zur WM.
Die Enttäuschung ist groß, gleichzeitig überwiegt der Stolz auf das Geleistete. Die Mannschaft zeigte in Berlin eine außergewöhnliche Entwicklung, enorme mentale Stärke und einen Teamgeist, der weit über das Ergebnis hinausgeht.
Head Coach Nikita Münch fand nach dem Turnier klare und ehrliche Worte:
„Wir sind mächtig stolz auf dieses Team und darauf, wie die Spielerinnen mit dieser Situation umgegangen sind. Das war das beste Spiel, das ich je von den Mädels gesehen habe. In Wahrheit haben wir die Chance nicht heute, sondern im zweiten Drittel gegen Ungarn liegen lassen. Aber das ist Floorball. Als Team und als Menschen haben wir sehr viel gelernt.“
Auch Co-Trainer Lukas Utter blickte sehr emotional auf das Wochenende zurück und brachte die Bedeutung dieser Mannschaft eindrucksvoll auf den Punkt:
„Ich habe im Moment große Schwierigkeiten, Worte für das Wochenende zu finden, das wir gerade erlebt haben. Die Weltmeisterschaft aufgrund der Tordifferenz zu verpassen, ist nichts als Schmerz. Wir haben diese Reise vor einem Jahr begonnen, und die Schritte, die wir seither gemacht haben, sind unglaublich.
Wir sind als zweitniedrigst geranktes Team der Qualifikation nach Berlin gekommen, und niemand hat an uns geglaubt – außer wir selbst. Was dieses Team an diesem Wochenende geleistet hat, hat den österreichischen Floorball für immer verändert.
Ihr habt der Welt gezeigt, dass auch kleine Länder mit sehr wenigen lizenzierten Spielerinnen Floorball auf sehr hohem Niveau spielen können. Von Anfang an wussten wir, dass dieses Team etwas Besonderes ist – ein gesamter Kader aus 17 großartigen Spielerinnen, die sich jeden Tag gegenseitig zu Leistungen pushen, von denen wir nie gedacht hätten, sie zu sehen.
Dazu ein Staff aus unglaublichen Menschen, die den Traineralltag enorm erleichtert haben. Und ein ganz besonderer Dank geht an meinen Kollegen Nikita. Wir mögen vielleicht das jüngste Trainerduo im Floorball sein, aber offensichtlich ist Alter nur eine Zahl, die sehr wenig darüber aussagt, was Menschen gemeinsam erreichen können.
Drei Tore von der Weltmeisterschaft entfernt – aber das Team, das in Berlin gespielt hat, wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Danke und auf Wiedersehen.
Der Schwede – und der stolzeste Trainer der Welt.“
Dieses Team reiste als Außenseiter nach Berlin und verließ das Turnier mit erhobenem Haupt. Die gezeigten Leistungen, die spielerische Qualität und die menschliche Entwicklung innerhalb dieses Jahres haben ein starkes Zeichen für die Zukunft des österreichischen Damen-Floorballs gesetzt.
Die WM wurde um drei Tore verpasst.
Doch das, was diese Mannschaft erreicht und ausgelöst hat, wird weit über diese Qualifikation hinauswirken.



























