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Zahlen und Fakten – warum die U19 zur WM müsste

Es war ein bitteres Ende, das unsere U19-Nationalmannschaft in Bozen durchleben musste. In der letzten Minute den entscheidenden Treffer kassiert, der zudem nicht nur das Spiel, sondern auch die Tabelle entschied. Die Statistiken sprechen aber für die Österreicher. Warum die „goldenen Generation“ es sich verdient hätte, nach Kanada zu fliegen.

1. Überragende Torhüter

Dass Lukas Kerschbaumer ein riesiges Talent ist, ist spätestens seit der Quali 2016 kein Geheimnis mehr. Damals wie heute war er die klare Nummer eins im Tor. Von den fünf Spielen schenkte ihm Klaus Gufler gleich in drei das Vertrauen und Kerschbaumer zahlte es zurück: Mit einer Fangquote von 90,8% belegte er Platz drei in der Goaliestatistik. Seine Ersatzleute Florian Urschitz und Alexander Weibel, beide spielten jeweils ein Spiel, brauchen sich da aber keineswegs verstecken – mit 90,5% bzw. 84,2% standen sie Kerschbaumer um nichts nach.

2. Christoph Steiner in Traumform

Auch Christoph Steiner kennt man in Österreichs Bundesliga seit ein paar Jahren. Der Flügelstürmer vom VSV war aber bis zur Quali 2016 ein eher unbeschriebenes Blatt, wurde erst gar nicht nominiert und machte in der darauffolgenden Saison plötzlich einen Senkrechtstart nach oben. Auch bei der Quali wusste der technisch versierte Angreifer zu überzeugen, seine Scorerpunkte sprechen für sich: Mit 5 Toren und 5 Assists steht er auf Platz fünf in der Gesamtwertung. Außerdem wurde er zu Österreichs MVP ernannt. In die Top-Ten schaffte es zudem mit Niklas Fechtig (Platz 8, 7 Tore, 1 Assist) ein weiterer Österreicher.

3. Teamwork statt Individualität

Bei den Österreichern stand das Auftreten als Mannschaft immer und stets im Vordergrund. Man gewann zusammen, man ging zusammen unter. Letzteres bewahrheitete sich zwar leider am Ende der Quali. Aber: Ohne Teamwork wären unglaubliche Spiele wie gegen Deutschland, die Niederlande oder Italien niemals gewonnen worden. Ebenso aufgefallen war, dass jeder Kaderspieler, sowohl auf als auch neben dem Feld, mit der Mannschaft mitfieberte – bis zum Schluss.

4. Dritte Linie hält dicht

Die dritte Linie mag zwar die unauffälligste der Österreicher gewesen sein. Viele Akzente wurden offensiv ja nicht gesetzt. Eine Sache dürfte aber den wenigsten aufgefallen sein: In allen fünf Qualifikationsspielen hat man KEIN EINZIGES Gegentor bekommen! Was jetzt nach einem Scherz klingt, ist tatsächlich Realität – Coach Klaus Gufler hat seine dritte Formation darauf abgerichtet, hinten dicht zu machen. Mit Erfolg.

5. Mannschaft und Trainerstab – die Chemie stimmt

Eine gute Beziehung zwischen Spielern und Trainern ist ja immer eine Grundvoraussetzung in einer Mannschaft. Umso erfreulicher, dass das Verhältnis zwischen den Spielern und dem Trainerstab (Klaus Gufler, Lutz Gahlert, Wilfried Weisz) als unglaublich gut galt. Mit Reinhard Fischbacher hat sich ein neuer Physio bewährt, dessen Arbeit von den Spielern in den höchsten Tönen gelobt wurde. Es passte einfach.

Umso trauriger, dass es nun vorbei ist. Aber Kopf hoch, Jungs, eine neue Saison beginnt und wir wünschen euch viel Erfolg dafür! Vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja bald wieder!