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Villach erzwingt ein drittes Finalspiel

Purer Nervenkitzel: Der VSV nimmt dem WFV in der Overtime die Chance auf den vorzeitigen Titelgewinn. Nächste Woche steigt in Wien also das Entscheidungsspiel um den Meistertitel!

Villach mit dem besseren Start

Dass sich hier zwei absolute Topteams auf Augenhöhe begegnen, sahen die gut 350 Fans in St. Martin von Beginn an: Es ging hin und her und beide Mannschaften setzten sich gleich mal offensiv in Szene. Den besseren Start erwischte dabei der VSV, der durch einen unhaltbaren Weitschuss von Seebacher (6′) früh in Führung ging. Wien jedoch fackelte nicht lange und glich durch Zehetner (7′) postwendend aus. Gegen Ende des ersten Drittel dann die erneute Führung für den VSV: Schmid tauchte plötzlich hinter Wien-Goalie Bezucha auf und schob eiskalt ins kurze Eck ein (18′).

Wien will den Ausgleich

Diesen Schwung nahm Villach aber nicht ganz mit ins zweite Drittel. Stattdessen waren die Wiener wieder am Drücker, der Ausgleich schien, auch dank zweier Powerplays für die Gäste, nur noch eine Frage der Zeit. Der VSV konnte sich in der eigenen Hälfte jedoch gut behaupten und phasenweise wieder gute Chancen heraus spielen. Wien fand ebenfalls gute Möglichkeiten auf den Ausgleich vor, Taurer und Co. vereitelten unter anderem gute Torchancen für Mayer und Zehetner. Damit änderte sich am Torkonto nach dem zweiten Drittel nichts – ein torreiches Finale sieht anders aus. Bis jetzt!

Feuer frei – Tore, Tore, Tore

Denn im dritten Abschnitt hatten beide Teams noch mal richtig Lust, Tore zu schießen! Auf den Ausgleich von Zehetner (43′) folgte promt der erneute Führungstreffer für Blau-Weiß, erneut war Seebacher aus der Distanz erfolgreich (45′). Die Wiener gaben nicht auf. Allen voran der überragende Zehetner, der in Minute 49 nach einem Freischlag das 3:3 erzielen konnte und damit den Hattrick schürte. Danach wurde die Nervosität auf beiden Seiten zunehmend spürbar, Fechtig (52′) behielt aber die Nerven und schoss Villach erneut in Front. Jetzt konnte den Wienern nur einer helfen: Laurin Zehetner. Und er enttäuschte die mitgereisten Wiener Fans keineswegs: Gut zweieinhalb Minuten vor Drittelende (58′) schoss er den WFV zum Ausgleich. Da kein Tor mehr fiel hieß es nun: Overtime.

Steiner mit der Erlösung

Sämtlichen Fans stockte wohl der Atem, als die zehnminütige Verlängerung angepfiffen wurde. Ein Tor könnte jetzt alles entscheiden. Trifft Wien, wären sie Meister. Trifft Villach, gibt’s ein Entscheidungsspiel. Letzteres passierte auf spektakuläre Weise: VSV-Youngstar Christoph Steiner konnte es sich nicht nehmen lassen, die Kugel per Bauerntrick an WFV-Keeper Bezucha vorbei zu mogeln. Damit schaffte der VSV tatsächlich den Serienausgleich und alles steht beim Anfang. Jetzt heißt es für beide Teams: Alles oder nichts!