Geschichte

Die Entstehung der schönsten Sportart der Welt

Jedes Kind, das Floorball kennt, weiß auch, dass die Sportart aus Skandinavien stammt. Stimmt nicht ganz. Tatsächlich liegen ihre Wurzeln in den Vereinigten Staaten, bereits in den 1950er-Jahren wurde dort das damals sogenannte „Floorhockey“ mit Plastikschlägern und einer leichten Plastikscheibe gespielt. 1976 fand das erste Turnier im Bundesstaat Michigan statt. Bald kam die Sportart auch nach Europa und wurde in Schweden und Finnland populär, dabei wurde die Plastikscheibe durch einen leichten Ball ersetzt.

Seither ist die Sportart als „Floorball“ bekannt, in Skandinavien wird sie als „Innebandy“ (Schweden, Norwegen) und „Salibandy“ (Finnland) bezeichnet. Als Floorball auch in der Schweiz als „Unihockey“ bekannt wurde, breitete sich die Sportart von Europa über die ganze Welt aus. Am 12. Mai 1986 wurde schließlich im schwedischen Huskvarna die International Floorball Federation (IFF) gegründet, deren Mitgliederzahl auf mittlerweile 72 Länder gestiegen ist.

Floorball kommt nach Österreich

Im internationalen Vergleich kam Floorball recht spät nach Österreich. Erst Ende der 1980er-Jahre kam die Sportart durch eine Gruppe Studenten an der Universität Leoben in die Alpenrepublik. Dies blieb vor allem einem nicht verborgen: Dem ehemaligen Verbandspräsidenten Werner Daves, der 1989 die Reise zu einem Turnier ins schwedische Göteborg organisierte . Die Begeisterung der Leobener Delegation war groß, so kam es zu weiteren Teilnahmen an Turnieren in Deutschland und den Niederlanden.

Am 28. Juni 1994 folgte die Geburtsstunde von Floorball in Österreich, mit dem IBC Leoben wurde unter der Führung von Daves der erste Verein gegründet. So kam es 1995 auch zur Organisation des ersten Floorballbewerbs auf österreichischem Boden: Den Le-Open. Es kam, wie es kommen musste, am 28. Januar 1996 wurde der Österreichische Floorball- und Innebandy-Bund (ÖFIB) gegründet.

Im selben Jahr wurden in Leoben die ersten Großfeldmeisterschaften für Damen und Herren ausgetragen. Aber auch in anderen Regionen Österreichs hat die Sportart längst Interesse geweckt: Mit dem IC Krokodile Graz und dem UHC Vikinger Götzis erblickten bald darauf zwei weitere Vereine das Licht der Welt.

Die Entwicklung nimmt ihren Lauf

1996 wurden die ersten Meisterschaften ausgespielt, damals noch in Form eines Turniers. Im Jahr 1997 folgte die Aufnahme in den internationalen Verband. Dies nahm Werner Daves zum Anlass, die erste Nationalmannschaft auf die Beine zu stellen. Bei der Damen-WM in Finnland waren unter seiner Leitung als Teamchef erstmals 17 Spielerinnen dabei, um die Rot-Weiß-Rote Fahne zu repräsentierten. Und das durchaus mit Erfolg: Die Damen erreichten den starken neunten Platz, erst. 1998 trat auch erstmalig eine österreichische Herren-Auswahl bei der WM an und erreichte mit Rang elf ebenfalls eine gute Platzierung.

Im Jahr 1999 erfolgte schließlich die Gründung der internationalen Floorballliga (IFL), in der auch Teams aus Slowenien und Italien mitspielten. Diese wurde 2001 durch die österreichische Bundesliga ersetzt. Die Gründung der Damen-Bundesliga erfolgte im Jahr 2004. Mit der Anerkennung durch die Österreichische Bundes-Sportorganisation (BSO) erreichte der Österreichischer Floorball Verband, wie er mittlerweile genannt wurde, im November 2005 einen weiteren Meilenstein.

2007 bestätigte der Verband die erstmalige Teilnahme an einer U19-Weltmeisterschaft, außerdem fanden in diesem Jahr erstmals offzielle österreichische Nachwuchs-Meisterschaften statt. Im Jahr 2010 nahm auch erstmals eine U19-Damen-Nationalmannschaft an einer WM teil, ein Jahr später kämpften auch Mädchen erstmals um österreichische Meisterschaften. Im Jahr 2018 wurde die IFL in neuer Form aus der Taufe gehoben, zu den österreichischen und slowenischen Teilnehmern gesellten sich 2019 auch ungarische Vereine.