Starker Kampf blieb unbelohnt – morgen geht’s um Bronze

Im Semifinale der B-Division traf Österreich auf Russland, einen Gegner den das Team bereits aus der Qualifikation in Linz kannte. Damals setzte es eine Niederlage, aber Österreich hat im Laufe der WM gezeigt, dass sich die Mannschaft weiterentwickelt hat. Alle wussten, dass Russland ein schwerer Gegner war, doch unsere Chancen waren da.

Starkes erstes Drittel

Das Team startete sehr konzentriert und fokussiert in das Spiel. Aus einer sicheren Defensive, in der Sarah Trenker besonders hervorstach und auch zur besten Österreicherin gewählt wurde,  wollte man mit schnellen Kontern Torchancen erarbeiten und Tore erzielen. Nach fast acht Minuten gelang dies. Jana Gams stellte auf 1:0 für Österreich nach einem Pass von Anna Steinbichler. Russland konnte ausgleichen und stellte auf den 1:1-Pausenstand.

Russland kommt in Fahrt

Die Russinnen begannen das zweite Drittel druckvoller und versuchten die Österreicherinnen unter Dauerdruck zu halten. Das Team kämpfte dagegen an, aber die Russinnen, allen voran Mariia Basagina und Anastasia Bulbash, die schon in Linz das russische Spiel bestimmt haben, waren schwer zu halten. Russland gewann das Drittel mit 0:3. Viki Weitgasser im Tor zeigte sich erneut in ausgezeichneter Form, 15 weitere Schüsse der Russinnen wehrte sie ab.

Russland brach die Defensive der Österreicherinnen

Kann sich Österreich im dritten Drittel noch zurückkämpfen? Es gelang fast, Jana Gams (Assist: Anna Steinbichler) und Lisa Pichler (Assist: Alina Hinum) führten die Österreicherinnen auf 4:3 heran. Die Mädels kämpften weiterhin hart, Russland zeigte sich aber abgeklärter. Vier Minuten nach dem Anschlusstreffer stellten sie Innerhalb von zwei Minuten den 2-Tore Vorsprung wieder her.  Das siebte Tor für Russland fiel dann in einer Phase, in der beide Teams in Unterzahl spielten. Nach einem Timeout für Österreich warf das Team noch einmal alles nach vorne und nahm die Torhüterin raus. Russland stellte mit einem Empty Net Goal in der letzten Minute auf den 3:8 Endstand aus Sicht der Österreicher.

Morgen geht es um Bronze!

Dana Patsch, die wegen einer Knieverletzung nur auf der Bank saß, meinte zum Spiel: “Ich war nervöser, als wäre ich selbst am Feld gewesen.“ Sie sagte, dass sich das Team trotz der Niederlage gegenüber dem Duell in der Quali in Linz enorm verbessert hätte. „Wir können stolz auf uns sein, auf wenn wir heute mit einer Niederlage leben müssen. Ein Finaleinzug wäre möglich gewesen, hätte alles gepasst. Wir sind wirklich weit gekommen seit der Quali.“

Morgen trifft das Team im Spiel um Platz drei auf Ungarn. Ein Gegner, gegen den die Österreicherinnen noch nie antreten mussten. Noch eine Insiderinfo: Gewinnt das Team, dann wird unser Coach mit einer Glatze zurück nach Schweden reisen!