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Report: Die 5. Runde der IFL (Teil 2)

Nun ist auch die fünfte IFL-Runde Geschichte. Der KAC feierte einen klaren Auswärtssieg, der WFV entscheidet einen wahren Krimi in Villach für sich und der IBC Leoben gibt beinahe eine 6:0-Führung her, gewinnt aber doch noch im Steirerderby.

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Hot Shots Innsbruck – KAC Floorball | 3:8

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Das Spiel zwischen den Tirolern und den Kärntnern war geplagt von vielen Ausfällen auf beiden Seiten. Während der KAC mit zwölf Feldspielern auflief, waren es bei den Hot Shots überhaupt nur acht. Das Spiel entwickelte sich den Erwartungen entsprechend, der KAC hielt den Ball und fuhr Angriff auf Angriff, die Tiroler verteidigten mit Mann und Maus, und versuchten gefährliche Konter zu setzen. Beide Teams kamen zu guten Chancen, von denen viele aber ungenutzt blieben. Das erste Drittel ging klar mit 4:1 an den KAC. Das zweite Drittel war ein Ebenbild des ersten, wobei die Innsbrucker die Defensive dauernd verbesserten, aber in den letzten Minuten doch einbrachen und in Minute 37 bis 40 noch drei schnelle Tore kassierten. Mitteldrittel: (1:4)
Das letzte Drittel ging dann erstaunlicherweise an die beherzt kämpfenden Innsbrucker, die mit ihren acht Feldspielern bis zum Ende durchhielten (1:0). Endstand: 3:8

VSV Unihockey – Wiener Floorball Verein | 4:5

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Das Spiel hielt von Beginn weg, was es versprach. Schnelle Angriffe, hitzige Zweikämpfe und tolle Paraden der beiden Torhüter Taurer und Bezucha. Es dauerte bis zur 17. Minute bis Niklas Fechtig nach Zuspiel von Michael Kanduth das 1:0 markierte. Die Blau-Weißen dominierten das Spielgeschehen, wobei die Wiener abwartend, eher defensiv spielten und, wie sich an diesem Abend noch öfter herausstellen sollte, viel, viel cleverer und entschlossener als die Draustädter. Der beste Beweis dafür war der Ausgleich durch Zehetner in der 19.Minute. Nach einem Stockschlag musste Kapitän Daniel Raab 2 Minuten auf die Strafbank. Die Villacher verteidigten mit Mann und Maus den eigenen Kasten. Dies gelang auch bis 0.2 (!) Sekunden vor dem Ende. Ein Geniestreich vom Ex-Villacher Michael Seiser leitete die erstmalige Führung der Wiener ein. Hochmotiviert kamen die beiden Mannschaften wieder aus den Kabinen. Doch für die Villacher kam bereits nach 1 Minute die kalte Dusche: Ein Fehler im Spielaufbau wurde eiskalt zum 1:3 verwertet. Man musste sich in der Partie zurückkämpfen und der Rekordmeister machte das auch eindrucksvoll. Die Hauptstädter begnügten sich damit, hinten zu stehen und auf Konter zu lauern. Dies wurde durch einen Doppelschlag der Hausherren bestraft. Helmut Koloini (27.) und erneut Fechtig (29.) sorgten für den Ausgleich. Fünf Minuten später war es abermals Youngster Fechtig, der für Furore sorgte: Schneller Angriff über rechts und ein sehenswerter Handgelenkschuss auf Höhe der Wechselzone der Wiener genau ins Kreuzeck. Im letzten Drittel verlor der VSV dann noch seinen Kapitän Daniel Raab verletzungsbedingt und musste in Unterzahl auch das 4:4 des WFV in der 45. Minute durch Seiser hinnehmen. VSV-Goalie Timmo Taurer hatte alle Hände voll zu tun und konnte sich auch oft durch tolle Paraden auszeichnen. In Minute 54 konnte er aber leider nur mehr den Ball hinter sich aus den Maschen holen. Und wieder mal war es ein Ex-Villacher, der die Wiener jubeln lies. Jakob Mayer mit einem halbhohen Schuss zum 4:5. Der VSV versuchte nochmals alles und kam auch zu einigen guten Chancen auf den Ausgleich, der WFV rettete das 4:5 aber gerade noch über die Zeit.

IC Graz – IBC Leoben | 5:7

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Zur fünften Runde kam die IFL erstmals nach Graz, wo der IC auf den IBC Leoben traf. Anfangs entwickelte sich ein neutrales Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Beide Defensiven leisteten sich dann Konzentrationsfehler. Jedoch konnte nur Leoben Kapital aus diesen einfachen Torchancen schlagen und es ging mit 0:4 in die erste Pause. Durch den Vorsprung bekam Leoben deutlich mehr Selbstbewusstsein und übernahm das Spielgeschehen. Im zweiten Drittel legte Leoben zwei Tore nach während Graz die wenigen guten Chancen vergab. Im dritten Drittel schrieben die Grazer an und ab da entwickelte sich ein völlig neues Spiel. Graz traute sich mehr zu und mit den Momentum auf Ihrer Seite wurde Tor um Tor aufgeholt. Ab dem 5:6 Anschlusstreffer war die Spannung der Partie plötzlich nicht mehr zu überbieten und die Nerven aller am Spiel Beteiligten lagen blank. Einige Sekunden vor Schluss dann die Entscheidung für Leoben. Diese Tor verlief allerdings nicht ohne Folgen, denn Graz-Stürmer Alexander Krainer bekam (aus bislang noch unbekannten Gründen) elf Sekunden vor Spielende eine Matchstrafe aufgebrummt (MS3). Dem voraus gingen bereits eine Zwei- und eine Fünfminutenstrafe, somit summierten sich die Strafminuten auf insgesamt 32 – rekordverdächtig! Damit konnte Leoben auf 5:7 stellen und auch das zweite Derby der Saison für sich entscheiden.