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„Österreichs Floorball bekommt mehr Breite“ – Kleinfeldliga-Verantwortlicher Fabian Wackernell im Interview

Anfang der Woche wurde es bekannt: der ÖFBV weitet das heimische Ligensystem aus und führt mit der kommenden Saison die Kleinfeldliga ein. Fabian Wackernell, gemeinsam mit Erich Rattensberger Verantwortlicher für die Organisation des Bewerbs zuständig, stand Rede und Antwort, um Einblick in den Kontest zu gewähren.

Kannst du uns einen Überblick über den geplanten Ablauf der Kleinfeldliga geben?

Die teilnehmenden Vereine nehmen im Grunddurchgang je nach geografischer Lage an einer der vier Gruppen (West, Nord, Ost oder Süd) teil. Innerhalb der Gruppen werden die Platzierungen ausgespielt. Je nach Größe der Gruppe steigen die bestplatzierten Teams aus dem Grunddurchgang ins obere Finale um die Meisterschaft ein. Die im Grundurchgang schlechter platzierten Teams werden im unteren Finale je nach Teilnehmeranzahl die restlichen Plätze ausspielen.
Im Gegensatz zu den regionalen Gruppen im Grunddurchgang findet das Finale für alle an der KFL (Kleinfeldliga, Anm.) teilnehmenden Vereine an einem Wochenende an einem Ort in Österreich statt. Das Finale der Saison 2020/21 findet aufgrund der zentralen Lage in Salzburg statt. Ab der Saison 2021/22 wird der Finalspielort ausgeschrieben.

Wie verlief der Organisationsprozess?

Die Planung verlief sehr gut, da uns allen von Beginn an klar war, was wir mit der KFL Liga erreichen möchten. Dazu kommt auch, dass das Team um die Planung sehr viel Herzblut und Erfahrung mitbrachte. Dabei möchten wir uns auch bei allen, die mitgewirkt haben, bedanken.

Für wen ist die KFL gedacht? An wen richtet sie sich?

Das Format der KFL soll vor allem kleineren Vereinen die Möglichkeit bieten, an einer offiziellen Meisterschaft teilnehmen zu können. Aber auch die größeren Vereine, welche in der Bundesliga oder IFL spielen, werden davon profitieren, da sie den jungen, aber auch älteren Spielern, welche nicht in einem Bundesligakader angehören, eine sehr gute Bühne bieten können, sich mit anderen im Wettkampf zu messen.

Welche Vorteile hat die Liga für die Vereine?

Ein großer Vorteil dieses Formats ist, dass die Grundbedingungen für eine Teilnahme an der Kleinfeldmeisterschaft geringer sind als jene für Großfeldmeisterschaften. Davon werden besonders neuere bzw. kleinere Vereine profitieren, da der Kader nicht so breit aufgestellt sein muss. Ein weiterer großer Vorteil der Liga ist auch die Aufteilung in die regionalen Gruppen. Dadurch können vor allem die geografisch weiter entfernten Bundesländer besser an den Spielbetrieb angebunden werden.

Welchen Effekt erhofft sich der Verband von der KFL?

Durch die KFL soll der Floorballsport mehr in die Breite gehen und ein Fundament bilden. Der Verband erhofft sich dadurch auch, dass durch dieses zusätzliche Angebot Vereine, welche derzeit kaum eine Möglichkeit haben, an einem österreichweiten Spielbetrieb teilzunehmen, dieses Angebot für sich nutzen werden.