Geschichte

The Story of Floorball

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Floorball kommt nach Österreich

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Im internationalen Vergleich kam Floorball recht spät nach Österreich. Während die Sportart in Skandinavien und der Schweiz schon in den 70er-Jahren entstand, kam Floorball erst Mitte der Neunziger in die Alpenrepublik. Den Startschuss hierfür setzte 1994 der IBC Leoben, der als erster österreichischer Floorballverein gegründet wurde. Mit der ersten Auflage der Le-Open, einem Mixed-Turnier auf dem Kleinfeld, wurde Floorball das erste Mal in einem Wettkampf ausgetragen. Das Turnier findet seit 1995 jährlich statt, bis heute hat sich das traditionelle Aufeinandertreffen der Vereine in Leoben bewährt.

Gründung des ÖFBV

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1996 wurde schließlich der Österreichische Floorball Verband gegründet. Mit ein Grund dafür war auch, dass man zur Damen-Weltmeisterschaft 1997 ein Team entsenden wollte, dies ohne zugehörigen Verband aber nicht möglich war. 1997 folgte dann rechtzeitig zur WM die Aufnahme in den Internationalen Floorball Verband (IFF). Die Damen erreichten den starken neunten Platz. 1998 trat auch erstmalig eine österreichische Herren-Auswahl bei der WM an und erreichte mit Rang elf ebenfalls eine gute Platzierung.

Start des Ligabetriebs

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1996 und 1997 wurden sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die ersten Meisterschaften ausgespielt. Man spielte zwar bereits am Großfeld, jedoch wurde der Champion in einem einzigen Turnier ermittelt. Von einer Liga als solche sprechen kann man erst seit der Saison 1999/00, als man mit slowenischen und italienischen Teams eine internationale Kleinfeldliga gründete – die IFL. Diese Idee bewährte sich aber nicht lange und somit wurde im Jahre 2001 die österreichische Floorball Bundesliga gegründet. Erster Champion waren die Flyers Villach, die bereits in der darauffolgenden Saison als „VSV Unihockey“ aufliefen. Bis heute sind die Adler aus Villach mit acht Titeln Rekordmeister in der Bundesliga, dicht gefolgt von den TVZ Wikings Zell am See mit sechs Meisterschaften.

Auch die Damenliga startet

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2004/05 folgt schließlich auch die Gründung der Damen-Bundesliga, als deren erster Meister sich der IBC Leoben krönte. Die Steirer sowie der Wiener Floorball Verein waren in den darauffolgenden Jahre stets die Liga-Matadoren, ehe sich die TVZ Wikings aus Zell am See einmischten und bis heute gemeinsam mit dem WFV mit je sechs Titeln an der Spitze der Rekordmeister stehen.

Routine kehrt ein

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Nach seinem mühsamen Aufbau hat sich der ÖFBV Mitte der 2010er-Jahre im österreichischen Sport etabliert. Die Verbandsstruktur war zwar ausbaufähig, aber durchaus beachtlich – so ein Sportverband gründet sich ja nicht von alleine. In der Bundesliga dominierten die TVZ Wikings und später vor allem der VSV Unihockey, bei den Damen gaben Zell und der Wiener Floorball Verein den Ton an. 2015/16 schafften es bei den Wienern auch erstmals die Herren, den Titel zu gewinnen, 2017/18 folgte dann der zweite Coup in einer spannenden Finalserie gegen den KAC Floorball, der seit 2003 auf den zweiten Titel wartet. Dies war das Ende einer langen Ära, denn in der neuen Saison sollte vieles anders werden. Vieles!

Radikaler Umbruch – die IFL ist wieder da!

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Im Frühjahr 2018 rankten sich bereits Gerüchte, wonach es in der Führungsriege des ÖFBV zu großen Veränderungen kommen sollte. Dies bestätigte sich, als der Verband Ende März bekannt gab, dass mit Patrick Schwarz ein ehemaliger österreichischer Teamspieler das Amt des sportlichen Leiters übernehmen sollte. Zahlreiche Stellen wurden neu besetzt, vieles neu umstrukturiert und aufgeteilt. Man könnte sagen, dass die alte Führungsriege um den langjährigen Präsidenten Werner Daves erweitert wurde. Der Verein investierte in neue Grundkonzepte und besser Öffentlichkeitsarbeit, vor allem in Bezug auf die Medien. Das Trainerteam um Teamchef Renato Wyss und seinen Assistenten Lutz Gahlert, das seit 2009 im Amt war, gab seinen Abschied bekannt und wurde durch den ehemaligen Teamspieler und Meistertrainer des VSV, Harald Felsberger, ersetzt. Sein Co-Trainer wurde Oliver Pucher, seines Zeichens viele Jahre Kapitän des Nationalteams und eine fixe Größe im Legendenkreis des österreichischen Floorball. Die Größte Änderung sollte aber der Modus der ersten Bundesliga werden, die durch eine Kooperation mit dem slowenischen Floorball Verband wieder international wurde. Im Mai gab der IFF grünes Licht und sie war wieder da – die IFL!

Mit dem Umbruch kehrt der Erfolg zurück

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Bereits im April sorgte das österreichische U19-Team der Damen bei der WM in der Schweiz für Furore, als man bei der B-WM den sensationellen vierten Platz erreichte. Dies soll ein Startschuss sein, den österreichischen Floorball international gesehen auf die nächste Höhe zu treiben. Nach dem enttäuschenden Auftritt des Herren-Teams bei der WM-Quali im Februar soll das neue Trainerduo Felsberger / Pucher die Mannschaft wieder zur WM bringen. Auch das U19-Team um Coach Klaus Gufler will Ende August bei der Quali in Bozen überzeugen – gelingt dies, ist die Teilnahme an der U19-WM in Kanada mehr als nur ein Traum.