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Michaela Weinrich will „den großen Nachbarn ärgern“

Hallo Michaela, danke dass du dir Zeit genommen hast mit uns über die bevorstehende WM-Quali zu sprechen. Was sind deine Erwartungen für die bevorstehende WM Qualifikation in Trencin?

Michaela Weinrich: In erster Linie ist es mein Ziel, dass wir uns für die WM-Endrunde in Neuchatel qualifizieren. Mir ist bewusst, dass das sehr hoch gegriffen ist und ich weiß auch um die Stärke unserer Gegnerinnen Bescheid. Wenn wir aber nicht daran glauben, haben wir bereits verloren, bevor es losgeht. Wir haben einen starken Kader und werden versuchen, uns zumindest als bester Drittplatzierter für die WM in der Schweiz zu qualifizieren. Ich erwarte mir von allen unserer Spielerinnen aufopfernden Einsatz. Wir müssen über uns selbst hinauswachsen, dann haben wir eine Chance. Ich habe viele Bekannte in der deutschen  Nationalmannschaft, die ich noch aus meiner Zeit in der deutschen Liga kenne, daher will ich natürlich gerade in diesem Prestigeduell endlich den ersten Sieg für uns erreichen. Nicht ist schöner als unseren großen Nachbarn  zu ärgern! 

Es sind viele neue Spielerinnen im Kader für die Qualifikation. Du bist ja schon länger mit dem Nationalteam unterwegs, hat sich deiner Meinung nach die Leistung des Teams seit der letzten WM verbessert?

Michaela Weinrich: Auf jeden Fall! Endlich spielt das ganze Team nach einem einheitlichen Spielsystem, dass über die letzten beiden Jahre verinnerlicht und ausgebaut wurde. Das neue Trainer- und Betreuerteam hat dabei hervorragende Arbeit geleistet. Das zeigt auch die hohe Trainingsbeteiligung bei den einzelnen Camps, die Motivation bei allen Spielerinnen war noch nie so groß. Wir hatten in der Vorbereitung mehr Trainingslager und mehr Testspiele als je zuvor. Das wird uns bei der Qualifikation viel bringen!

Wie hast du dich für die Qualifikation vorbereitet?

Michaela Weinrich: Wir hatten ein gut durchgeplantes, anstrengendes Sommertraining, das wir auch ausführlich protokollieren  mussten. Anschließend habe ich gezielt weitertrainiert, um meine Physis zu halten. Natürlich habe ich mir auch einige Floorballspiele angesehen, um mir noch einige Tricks oder Spielzüge abzuschauen.

Was bedeutet die bevorstehende Qualifikation für Floorball Österreich?

Michaela Weinrich: Wenn wir den Einzug in die Endrunde schaffen würden, wäre das natürlich eine Sensation. Wir wollen zeigen, dass speziell wir Damen uns in Österreich weiterentwickelt haben. Die U19-Mädels haben es ja bereits hervorragend vorgemacht. Ob das den Stellenwert von Floorball in Österreich tatsächlich steigert, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Kurz vor der Qualifikation haben sich noch Kaderänderungen ergeben. Teamkapitänin Theresa Fürtbauer kann nicht an dem Turnier teilnehmen. Wird sich das auf die Teamdynamik auswirken?

Michaela Weinrich: Theresa wird uns durch ihre jahrelange Erfahrung als Spielerin sowie als Kapitänin sicher fehlen. Durch ihren Einsatz, Kampfgeist und Leistungswillen, selbst bei  aussichtslosen Spielen, ist sie für jede Spielerin im Team immer noch ein großes Vorbild. Wir haben aber ein sehr ausgeglichenes Mannschaftsgefüge aus jungen, frechen Spielerinnen und routinierten erfahrenen älteren Spielerinnen. Eine brisante Mischung.  Jeder kämpft für jeden und wird alles fürs Team geben. Daher werden wir bestimmt auch für die ein oder andere Überraschung sorgen!

Danke für das Interview!

 

Übrigens: Der ÖFBV ersucht weiterhin um finanzielle Unterstützung der Damen-Nationalmannschaft! Unter diesem Link hier könnt ihr dazu beitragen, dass den Mädels eine unvergessliche WM-Qualifikation ermöglicht wird!

 

Zur Person:

Name: Michaela Weinrich
Position: Linker Flügel
Verein: TVZ Wikings Zell am See
Rückennummer: 98
Alter: 20