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Kärnten: Das Land mit Vorbildfunktion

Heute werfen wir einen kleinen Blick nach Kärnten, wo sich in letzter Zeit so einiges tut! Nicht nur, weil mit VSV und KAC gleich zwei Kärntner Klubs Jahr für Jahr in der Bundesliga um den Titel mitspielen, nimmt Österreichs südlichstes Bundesland eine Vorbildfunktion ein. In den vergangenen Jahren wuchs der Betrieb um immer mehrere Teams und Ligen – Tendenz steigend!

Villach wieder mal Damen-Meister

Seit drei Jahren gibt es in Kärnten nun schon einen festen Ligabetrieb für Damen, nachdem VSV und KAC bereits im Jahr 2013 eher vergeblich den Aufbau einer solchen Liga anpeilten. Heute aber erfreut sich die „Kärntner Damenmeisterschaft“, die auf Kleinfeld gespielt wird, größter Beliebtheit. Seit der Einführung eines festen Ligabetriebs nahmen jedes Jahr vier Teams an der Liga teil, der VSV Unihockey, die Bandyts und der FBV Klagenfurt sind seitdem immer mit dabei. Dazu wurde die Liga jedes Jahr mit einem Team aus einem anderen Bundesland ergänzt: 2016/17 und 2017/18 war der IBC Leoben gern gesehener Gast, heuer mischten erstmals die Mädels vom UHC Linz mit, die das Niveau aufgrund der Bundesliga-Erfahrungen vieler Spielerinnen natürlich gewaltig in die Höhe trieben. Das zu erwartende Kräftemessen zwischen Villach und Linz im Finale ging dank eines 4:3-Erfolgs in der Heimhalle in St. Martin schlussendlich aber doch wieder an den VSV, der – die im Jahr 2013 aus zwei Teams bestehende Liga mit eingerechnet – den vierten Titel einfahren konnte! Heißt ganz klar: Die weiblichen Pioniere des Kärntner Damen-Floorballs kommen ganz klar aus der Draustadt!

Niveau steigt Jahr für Jahr

Aber natürlich hat sich nicht nur diese Liga in Kärnten bewährt: Die Entwicklung der Kleinfeldmeisterschaft der Herren sowie vor allem die Einführung der Großfeldmeisterschaft sind durchaus als positiv zu bewerten. Man erinnert sich, als Timo Schmid, Andreas Pfeifer und Co. die Kleinfeldliga unsicher gemacht haben. Diese Zeit ist nun vorbei, für Spieler mit Bundesliga-Lizenz wurde eine neue Regelung in Kraft gesetzt, die nur mehr wenige Spieler aus der höchsten Spielklasse zulässt. Selbiges gilt übrigens für die Großfeldmeisterschaft, deren Niveau Jahr für Jahr steigt. Der Titel ging bislang trotzdem stets nach Villach oder Klagenfurt – denn auch die Farmteams der beiden Fixgrößen des österreichischen Floorballs sind in der Landesliga das Maß aller Dinge. Heuer könnte der Titel allerdings erstmals an die Bandyts gehen, die den KAC im Halbfinale ausschalten konnten und nun beim Finale im Mai auf den VSV treffen. In den letzten Jahren außerdem stets dabei: Dynamo USI und die BSV Miners, auch der SV Lerchenfeld und der EHC St. Veit haben schon je eine Saison mitgewirkt. Es tut sich was in Kärnten!

Für jung und alt

Auch für den Nachwuchs und Quereinsteiger in den Sport bietet der Kärntner Floorballverband (KFBV) zahlreiche Ligen. Besonders beliebt: Die Kärnten Trophy, die den Teams zu gut wie keinerlei finanziellen Aufwand beschert und damit erste Anlaufstelle für neue Vereine ist. Im Nachwuchsbereich sind derweil mit der U14- und der U12-Liga schon zwei fixe Spielbetriebe errichtet worden – Tendenz steigend! Auch eine U16-Liga ist bereits, so munkelt man, in Planung. Der Spaß steht nach wie vor im Vordergrund, aber hier haben auch die kleinen Teams mal die Chance, ganz oben zu stehen. Wir ziehen den Hut vor der Arbeit, die KFBV-Präsident Jürgen Filipic und sein Team verrichten und hoffen, dass Kärnten als Inspirationsquelle für alle dient!