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Interview mit Neo-Schiri-Chef Alexander Gruber

Nicht nur für Österreichs Vereine steht die neue Saison kurz bevor, sondern auch für jene Personen, die die Spiele überhaupt erst möglich machen: Unsere Schiedsrichter. Im Interview gibt der neue Schiedsrichter-Koordinator Alexander Gruber Einblick in viele Neuerungen und spricht auch über internationale Einsätze unserer Refs!

Hallo Alex, danke, dass du dir Zeit genommen hast, mit uns zu sprechen! Du bist erst seit kurzer Zeit als österreichischer Schiri-Boss im Einsatz, welche Neuerungen sind zu erwarten?

Gruber: Vor allem auf die Ausbildung wurde ein besonderer Fokus gelegt, denn mehr Spiele in den Ligen bedeuten auch mehr Einsätze für unsere Referees . Aus diesem Grund werden heuer vermehrt Kurse und Ausbildungstage stattfinden. In Zusammenarbeit mit den regionalen Leitern Weinberger, Seewald und Bergmann gelang es uns, die Qualität der Kurse zu steigern und diese auch in ganz Österreich anzubieten.

Dein Vorgänger Andreas Gassner war viele Jahre lang im Amt, inwiefern kann dich bei deiner neuen Aufgabe unterstützen?

Gruber: Andi Gassner gibt uns regelmäßig neue Inputs, angefangen von der Überarbeitung der alten Ausbildungsunterlagen bis hin zur Erhöhung der Attraktivität der Schiedsrichterausbildung

. Er war auch bei einer Ausbildung in der Schweiz und kennt sich auf seinem Gebiet sehr gut aus, insofern ist er nach wie vor eine große Bereicherung für den Verband.

Mit der Expansion der IFL und auch der Einführung der WFL wird es ab Herbst noch mehr internationale Spiele geben, die für die Schiedsrichter attraktiv werden können. Wie bedeutend ist dieser Schritt für dich aus Sicht der Referees?

Gruber: Mit der Erweiterung der IFL wurde auch für Schiedsrichter ein neuer Anreiz geschaffen, da es noch zu mehr internationalen Begegnungen kommen wird und auch die Brisanz steigen wird. So wie auch die Teams sehen wir Schiedsrichter den Saisonbeginn herbei und sind bereits sehr gespannt, was uns erwartet!

Apropos international: Wie schaut es da mit Einsätzen der ÖFBV-Schiedsrichter aus?

Gruber: Wir bekamen letzte Woche eine sehr erfreuliche Meldung vom IFF, dass das österreichische Duo Jürgen Filipic und Markus Dobernig im Rahmen der WM-Qualifikation der U19-Damen im September zu ihren ersten internationalen Einsätzen kommen werden. Für Floorball-Österreich sind das sehr, sehr gute Nachrichten und wir wünschen ihnen auf diesem Weg viel Erfolg für die bevorstehende Aufgabe!

Du persönlich bist ja auch als Schiedsricher tätig, musstest diesen Sommer aber etwas kürzer treten, da sich dein Bruder und Schiri-Partner Christoph am Knie verletzt hat…

Gruber: Das stimmt leider, aktuell geplant ist unser Comeback erst nach dem Jahreswechsel. Trotzdem gab es einige Einsätze in Deutschland mit befreundeten Schiedsrichtern aus Schweden, Tschechien und Slowenien. Auch Andreas Gassner und sein Partner Lukas Jakoubek waren nicht untätig, kamen in der Elite-Kategorie bei den Czech Open zu einigen Spiele, unter anderem zu Finaleinsätzen bei den Damen und der höchsten Juniorenklasse. Insofern sind wir mit der Entwicklung im Sommer sehr zufrieden.

In der Vergangenheit wurde des öfteren spekuliert, dass die Schiedsrichter in Österreich endlich einheitliche Dressen tragen sollten. Wie sieht es da aktuell aus?

Gruber: Sehr gut! Die Schiedsrichter-Kommission erreichte in den vergangenen Tagen die Nachricht vom Vorstand des ÖFBV, dass mit Salming ein neuer Partner gefunden wurde. Damit sollen die alten Dressensätze ausgetauscht und durch moderne, einheitliche Dressen ersetzt werden. Damit soll auch der Auftritt der Schiedsrichter professioneller werden. Man kann daher getrost behaupten, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, der Vorstand leistet sehr gute Arbeit! Darauf gilt es nun aufzubauen, dann könnten die nächsten Jahre richtig interessant werden.

Danke für das Interview!