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Das war die erste Saison der WFL

Die erste Saison der Women’s Floorball League ist seit Sonntag Geschichte. Bevor die österreichischen Teams in das Final-4 der Bundesliga starten und dann in die Sommerpause gehen, werfen wir einen letzten Blick auf die Spielzeit 2019/20.

Die Top-Spielerinnen

WFL-MVP Vera Gebert (Hotshots/VSV): Die 1995 geborene Kapitänin der Spielgemeinschaft war in der abgelaufenen Saison einer der gefährlichsten Spielerinnen der Liga. Sieben Tore und vier Assists in acht Spielen machen sie zur besten Österreicherin des Grunddurchgangs.

WFL-Best-Goalkeeper Victoria Weitgasser (Wikings Zell): Obwohl Zell mit Weitgasser nur drei Mal siegen konnte, war die Torfrau der Wikinger maßgeblich an der starken Saison der Salzburgerinnen beteiligt.

Die Topscorerinnen:
1. Nastja Kavcic (Polanska Banda) – 18 Punkte
2. Vera Gebert (Hotshots/VSV) – 11 Punkte
3. Anika Krzisnik (Polanska Banda) – 10 Punkte

Die Top-Torjägerinnen:
1. Nastja Kavcic (Polanska Banda) – 8 Tore
2. Vera Gebert (Hotshots/VSV), Anika Krzisnik (Polanska Banda), Sandra Tonegatti (Wikings Zell) – 7 Tore
3. Lucie Primusova (Linz/Rum), Maja Krek (Polanska Banda) – 6 Tore

Die Top-Assistgeberinnen:
1. Nastja Kavcic (Polanska Banda) – 10 Assists
2. Sarah Trenker (Linz/Rum) – 5 Assists
3. Vera Gebert (Hotshots/VSV), Katja Stucin (Polanska Banda) – 4 Assists

Die All-Stars

Victoria Weitgasser (Wikings Zell) – 3 Siege in 8 Spielen
Elke Mayrhofer (Linz/Rum) – 2 Assits in 7 Spielen
Anika Krzisnik (Polanska Banda) – 7 Tore & 8 Assists in 8 Spielen
Sandra Tonegatti (Wikings Zell) – 7 Tore in 7 Spielen
Vera Gebert (Hotshots/VSV) – 7 Tore & 4 Assists in 8 Spielen
Nastja Kavcic (Polanska Banda) – 8 Tore & 10 Assists in 7 Spielen

Die Matches

Trotz des ungeschlagenen Meisters war die Liga von der ersten bis zur letzten Minute an Spannung kaum zu übertreffen. Von zwanzig Grunddurchgangsspielen endeten elf mit nur einem Tor Unterschied, fünf davon erst nach Overtime oder Shootout. Nur zwei Matches endeten als Shutout.
In der Gruppenphase fanden die Vereine zudem einhundertfünfunddreißig Mal das Tor, immerhin fünfundzwanzig Treffer fielen beim Final-4-Turnier in Linz.
Zu den Highlights unter den Partien gehört unter anderem der 6:5-Shootout-Sieg der Zeller Wikings gegen Vizemeister Linz/Rum vor heimischer Kulisse. Das Match der beiden Teams, die nach acht Runden nur ein Punkt von einander trennte, war von Beginn an ein offener Schlagabtausch. Drei Mal ging Linz/Rum in Führung, drei Mal konnte Zell ausgleichen, ehe die Salzburgerinnen das Spiel drehten und selbst zwei Mal voran lagen. Da jedoch auch die Gäste immer eine passende Antwort parat hatten, stand es nach sechzig Minuten 5:5. Im folgenden Shootout traf Zell zwei Mal, Linz/Rum nur einmal.
Die Spielgemeinschaft aus Oberösterreich und Tirol war auch im torreichsten Spiel der Saison involviert. Beim 6:8 gegen Polanska Banda fielen mit vierzehn Treffern mit Abstand am meisten in einer einzelnen Partie. Nach einem verhaltenen ersten Drittel mit dem Führungstreffer für Linz/Rum schlug der spätere Meister aus Slowenien im zweiten Abschnitt eiskalt zu und drehte das Match schnell. Bis zum Schluss war die Partie spannend und mit Treffern auf beiden Seiten durchsät, das 6:8 zehn Sekunden vor Schluss kam für die Gastgeberinnen aber eindeutig zu spät.
Der einzige Sieg von Olimpija Ljubljana war ebenfalls von starker Offensivleistung geprägt. Nach dem frühen Führungstreffer der gastierenden Hotshots/VSV netzten die Sloweninnen sechs Mal ein um zum ersten und letzten Mal in dieser Saison einen Drei-Punkter einzufahren.

Die Zuseher

Insgesamt eintausenddreiundzwanzig Fans waren über die Saison verteilt in den Hallen der WFL-Teams. Das ist ein erstaunlicher Schnitt von dreiundvierzig Zusehern pro Spiel.
Den Höhepunkt stellte die Partie Zell gegen Ljubljana dar. Neunundneunzig Zuschauer waren live beim 2:1-Sieg der Wikings dabei.

Das Final-4

Das erste Meisterturnier der WFL in Linz zog insgesamt einhunderteinundneunzig Fans in die Stahlstadt. Fünfundzwanzig Treffer und ein fulminantes Ende mit dem knappen Finale zwischen Polanska Banda und Linz/Rum setzten der Saison einen würdigen Schlussstrich.
Der Ort für das Final-4 in der kommenden Saison ist bereits fixiert. Der Meister der Saison 2020/21 wird im kommenden Jahr in Slowenien ermittelt.