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Damen-Team trotz zweier Niederlagen in starker Form

Die österreichische Damen-Nationalmannschaft präsentierte sich beim Drei-Länder-Turnier in Dolo (ITA) von ihrer besten Seite, musste aber dann doch zweimal als Verlierer vom Feld gehen. Unzufrieden ist Teamchef Daniel Tonegatti aber keineswegs – Teammanager Thomas Weinrich hat uns eine ausführliche Zusammenfassung zukommen lassen!

Ausgangslage:

Eine gewisse Erwartungshaltung des Trainerstabes Daniel Tonegatti und Christian Zweiacker nach den Erfolgen beim Heimturnier in April in Salzburg gegen die Teams aus Frankreich und Belgien, war berechtigt, man blieb aber trotzdem realistisch. Dass mit Italien (22. in der Weltrangliste) und Niederlande (18.) zwei Gegner auf unser Damenteam trafen, die im internationalen Ranking deutlich vor Österreich (29.) liegen und gegen die unser Team bisher noch nie gewinnen konnte, sind zwar nur Statistiken, diese wollte man aber ändern. Alle fünf bisher gespielten Partien gegen Italien, die letzte im September 2016 sogar mit 2:13, gingen verloren. Die einzige Begegnung gegen die Niederlande (WM Qualifikation im Februar 2018 in Celano) ging ebenfalls mit 3:9 verloren.

Der Trainerstab konnte dieses Mal beinahe auf den vollständigen Kader zurückgreifen, nur Teamkapitänin Theresa Fürtbauer (krankheitsbedingt), sowie die in der Schweiz spielende Sabrina Friedberg (berufsbedingt) mussten für das Turnier absagen. Dafür rutsche Alina Koglgruber vom UHC Linz in den Kader nach. Die Kapitänsbinde durfte Nicole Romstorfer tragen.

Spiel 1:

Im Samstagsspiel hatten die Damen aus Niederlande im ersten Spieldrittel auf Grund des höheren Tempos sowie des körperlich härteren Spiels durchaus Vorteile, allerdings konnte hier unsere Verteidigung gut dagegenhalten und so unser Team im Spiel halten. Im zweiten Drittel konnten unsere Damen das Spiel drehen und setzten deutlich mehr Aktionen, da die Niederlande das hohe Anfangstempo nicht mehr halten konnten. Leider wollte der Ball nicht ins Tor der Niederlande. Das letzte Drittel war dann wieder sehr ausgeglichen mit dem glücklicheren Ende für die Gegnerinnen, da sie zweimal punkten konnten.

Spiel 2:

Das Sonntagspiel gegen das Gastgeberteam Italien wurde im ersten Drittel ein regelrechter Schlagabtausch. Durch hohe Laufbereitschaft und Einsatz konnten unsere Mädels den Doppelschlag von Italien in der dritten und vierten Spielminute mit zwei Anschlusstreffern schnell beantworteten. Die erneute Führung für Italien wurde prompt wieder egalisiert. Nach kurzer Führung für Österreich zur Hälfte des zweiten Drittel konnte Italien in der letzten Minute des zweiten Abschnitts das Spiel wieder drehen. Um den Rückstand wieder aufzuholen wurde im letzten Drittel mit mehr Risiko und sehr offensiv attackiert. Leider konnte Italien dabei einen Konter nutzen. Das Empty-Net Tor zum 7:4 spiegelt die hervorragende Leistung unserer Damen leider nicht wirklich wieder.

Resümee:

Das Damenteam zeigte am gesamten Wochenende eine hohe Laufbereitschaft mit schönen durchdachten Spielzügen und großem individuellen Einsatz, es versteckte sich nicht in der eigenen Hälfte, war konditionell zum größten Teil in guter Verfassung und konnte beide Spiele über lange Zeit kontrollieren. Unsere Torfrauen Olga Rüffler, sowie Victoria Weitgasser, die bei beiden Spielen zum MVP gewählt wurde, sorgen für den notwendigen Rückhalt. Einziger Kritikpunkt des Trainergespanns nach diesem Wochenende war die mangelnde Chancenverwertung, sowie die nachlassende Konzentration mit Fortdauer des zweiten Spiels.

Ausblick:

Als Aufgabe an die Mädels für die kommenden zweieinhalb Monate bis zur WM Qualifikation in der Slowakei wurde vorrangig Aufrechterhaltung oder weitere Verbesserung der Physis ausgegeben.
Dann kann das Team durchaus das beste Abschneiden bei einer WM Qualifikation seit Langem erreichen, ob es auch für die Endrunde in der Schweiz reicht, liegt alleine in unserer Hand.