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Crossroads holen Titel in der zweiten Bundesliga

Auch die Saison in der zweiten Bundesliga ist zu Ende und der neue Meister kommt doch etwas überraschend: Der UHC Crossroads fixiert in der Overtime gegen die favorisierten Dragons den ersten Titel der Vereinsgeschichte!

Zwei „Wundertüten“ als Neulinge

Die Saison startete mit einigen Neuerungen: Der UHC Linz stieg in die erste Liga auf, die Innebandidos zogen die Nennung kurzfristig zurück und starteten die Saison in der Wiener Liga. Neu hingegen waren die TVZ Wikings, die aufgrund eines personellen Engpasses und einer verkorksten Saison in der ersten Liga einen Neuanfang mit vielen jungen Spielern forcierten. Erstmals von der Tiroler Landesliga auf die österreichweite Bühne wagte sich zudem der UHC Alligator Rum. Der FBC Dragons und der UHC Crossroads blieben der Liga erhalten und vervollständigten somit das Quartett.

Spannung im Vorfeld, Rums Wolf im Nationalteam

Als amtierender Vizemeister gingen die Dragons als leichter Favorit in die Saison, auch mit den Crossroads (2017/18 Dritter) konnte man rechnen. Bei Zell und Rum hingegen hieß es noch abzuwarten, denn beide Teams in ihrer damals aktuellen Konstellation galten als gänzlich unbekannt. Die hauptsächlich aus jungen Spielern bestehenden Mannschafen wurden durch einige wenige bundesligaerprobte Akteure verstärkt. Mit Rums Stefan Wolf schaffte es ein Spieler aus der zweiten Liga sogar in die Nationalmannschaft, was selbstredend für den Weg spricht, den man einschlagen wollte.

Saison entwickelt sich wie erwartet

Die Saison entwickelte sich tatsächlich, wie erwartet: Die Dragons dominierten das Geschehen trotz Startschwierigkeiten (Niederlage in Rum) und hielten die Gegner auf Distanz. Dahinter entwickelte sich ein harter Kampf zwischen Crossroads, Zell und Rum, den erstere mit dem zweiten Platz im Grunddurchgang schlussendlich für sich entscheiden konnten. Die Wikings und die Alligatoren strauchelten zu Beginn ein wenig, vor allem für die jungen Spieler war das doch um einiges höhere Niveau nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Nach und nach etablierten sich aber auch die beiden Teams aus dem Westen, wenngleich am Ende nur die Plätze drei (Rum) und vier (Zell) herausschauten. Im Playoff konnte aber alles passieren: Das wussten beide Mannschaften, die daher mit großen Erwartungen zum Finalwochenende nach Wien reisten.

Klare Sache für die Wiener Klubs, Crossroads am Ende Meister

Dort wurden sie aber auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeführt: Sowohl Zell (1:7 gegen die Dragons) als auch Rum (3:8 gegen Crossroads) mussten bereits nach doch recht klaren Niederlagen im Halbfinale die Segel streichen. Im Spiel um Platz drei hatten dann die Wikings mit 5:4 knapp die Nase vorn. Im großen Finale standen sich dann mit Dragons und Crossroads die von Anfang als Favoriten geahndeten Teams gegenüber. Lange Zeit sah es dort nach einem deutlichen Triumph der Dragons aus, die mit 2:0, 3:1 und 4:2 in Führung gehen konnten und damit ihre Gegner meist bis auf zwei Tore auf Distanz hielten. Im dritten Abschnitt aber drehten die Crossroads noch mal auf, in der Overtime drehten sie den Spieß um: Michael Guggenberger schoss die Crossroads in der 64. Minute zum ersten Titel der Vereinsgeschichte! Damit endet eine durchaus interessante Saison in der zweiten Liga und wir sind schon gespannt auf die kommende Saison!